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Gedenken an den „Anschluss“: Symposium „Wehrhafte Demokratie - 1938/2018“ am 12. März

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Bild: Günter Brus, Selbstbemalung II

(Wien, 05-03-2018) Nach vollzogenem „Anschluss“ an das Deutsche Reich wurde in Österreich die Nazi-Ideologie innerhalb weniger Wochen umgesetzt. Die Folgen spüren wir noch heute. Für die MedUni Wien und die Universität Wien war dieses Ereignis eine tiefe Zäsur. Lange Jahre wurden die Folgen dieser Zäsur verschwiegen, erst sehr spät kam es zur Beschäftigung mit den Fakten und geistesgeschichtlichen Folgen des März 1938. Mit einer gemeinsamen, wissenschaftlichen Tagung unter dem Motto „Wehrhafte Demokratie - 1938/2018“ auf Initiative des Alumni Clubs der MedUni Wien zeigen die beiden Universitäten, welche Lehren man bis heute daraus ziehen muss und welche Haltung dazu erforderlich ist. 

Die Medizinische Universität Wien und die Universität Wien organisieren daher am Mo., 12. März 2018 (16:30 bis 20:30 Uhr), und am Di., 13. März 2018 (9-17:45 Uhr) eine internationale, wissenschaftliche Tagung anlässlich des 80. Jahrestages. Das Symposium findet im Van Swieten Saal der MedUni Wien (Van-Swieten-Gasse 1a, 1090 Wien) statt.

Der erste Tag des Symposiums am 12. März (Beginn 16:30 Uhr) steht unter dem Motto „Wehrhafte Demokratie – 1938/2018“. 

• Anmerkung: Das Symposium ist bereits ausgebucht, weitere Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

Die Programmpunkte:
- Revolutionäre „Heimholung“ wider Willen und der politische Chamäleon-Effekt (Oliver Rathkolb, Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien)

- Von der Rheinlandbesetzung zum Münchner Abkommen. Die NS-Revisionspolitik und die europäischen Mächte (Sibylle Steinbacher, Fritz Bauer Institut, Goethe-Universität, Frankfurt am Main, D)

- Podiumsdiskussion mit Wolfgang Schütz (Rektor emeritus der Medizinischen Universität Wien), Journalistin Gudrun Harrer (Der Standard) und mit dem früheren Bundeskanzler Franz Vranitzky, der in seiner Rede vor dem Nationalrat am 8. Juli 1991 die bis dahin auch von offizieller Seite hochgehaltene „Opferthese“ Österreichs erstmals relativierte. (Moderation: Marianne Enigl). Am 13. März folgt ein wissenschaftliches Symposium zum Themenbereich „Anschluss im März 1938: Nachwirkungen auf Medizin und Gesellschaft.“ Das detaillierte Programm entnehmen Sie bitte dem attachten PDF.

Anschließend an die Tagung wird am 13. März (ab 18:00 Uhr) die Ausstellung „Die Wiener Medizinische Fakultät 1938 bis 1945“ im Josephinum, Sammlungen der Medizinischen Universität Wien (Währinger Str. 25, 1090 Wien), durch Christiane Druml und Markus Müller eröffnet.

MedienvertreterInnen und Interessierte sind bei freiem Eintritt eingeladen, mitzudiskutieren.
Wir ersuchen um Anmeldung unter www.meduniwien.ac.at/tagung1938-2018


Für interessierte MedienvertreterInnen organisieren wir gerne vorab Einzelinterviews mit den Vortragenden. 

Einzelne Beiträge werden aufgezeichnet und nach der Tagung online gestellt. Für Herbst 2018 ist eine wissenschaftliche Publikation mit Beiträgen der Tagung geplant.

 

Anmerkung: Das Symposium ist bereits ausgebucht, weitere Anmeldungen sind nicht mehr möglich.