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Österreichische Gesellschaft für Stammzellforschung gegründet

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(Wien, 22-03-2018) Am 20. März 2018 wurde die Österreichische Gesellschaft für Stammzellforschung gegründet. Diese „Austrian Society for Stem Cell Research“ (ASSCR) hat das Ziel, die wichtigsten Akteure der nationalen Stammzellforschung gemeinsam mit der Öffentlichkeit zu vernetzen und gesellschaftlichen Dialog zu fördern. Markus Hengstschläger, Leiter des Instituts für Medizinische Genetik der MedUni Wien, und der Krebsforscher Peter Valent (Universitätsklinik für Innere Medizin I der MedUni Wien) sind Mitglieder des Gründungskomitees.

Zum Präsidenten der neuen Gesellschaft wurde Frank Edenhofer vom Institut für Molekularbiologie der Universität Innsbruck gewählt.

Neue Technologien in der modernen Stammzell- und Organoidforschung bringen völlig neue Chancen für die Medizin und eine beachtliche Wertschöpfung für die Wirtschaft. Auch in Österreich haben sich bereits wissenschaftliche Gruppierungen etabliert, die Expertise in verschiedenen Bereichen der Stammzellforschung besitzen. Dies reicht von der Grundlagenforschung bis hin zu bereits erfolgreichen klinischen Anwendungen. In anderen europäischen Ländern haben sich bereits große Initiativen zur Vernetzung und Bündelung der Forschungsaktivitäten in diesem aufstrebenden Feld gebildet. Österreich schließt nun mit der Gründung der neuen Gesellschaft für Stammzellforschung auf.  

Ein wesentliches Ziel der Gesellschaft ist es, den interdisziplinären Austausch zwischen WissenschafterInnen, PatientInnen und ÄrztInnen zu fördern und dabei auch PolitikerInnen und MeinungsbildnerInnen miteinzubeziehen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird als wichtige Säule genannt: "Gesellschaftlicher Dialog, Bildungsinitiativen und Informationskampagnen rund um das Thema Stammzellen sollen einer breiten Öffentlichkeit Einblicke geben, Chancen aufzeigen, aber es auch möglich machen, Kritik anzubringen und offene Diskussionen zu führen."

Markus Hengstschläger vom Institut für Medizinische Genetik der MedUni Wien, der an pluripotenten humanen Stammzellen forscht und auch in den Vorstand der neuen Gesellschaft gewählt wurde, sagt dazu: "Das Stammzellforschungsfeld ist in Österreich noch nicht sehr groß, aber es ist international sehr erfolgreich. Österreich hat hier definitiv die Chance, in einem bestimmten Forschungsgebiet weltweit ganz vorne mitzuspielen. Eine entsprechende Vernetzung der ForscherInnen in dieser neuen Wissenschaftsgesellschaft stärkt den Forschungsstandort und hat auch klare Implikationen für die Wirtschaft und vor allem für die Translation der Forschungsergebnisse in neue therapeutische Konzepte bei bestimmten Erkrankungen."