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Prostatakrebs: Vorbeugung. Diagnose. Therapie.

Neuer Ratgeber in Kooperation von MedUni Wien und MANZ-Verlag erschienen
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(Wien, 18-01-2018) In der westlichen Welt ist das Prostatakarzinom die häufigste aller Krebsarten. Etwa 15 bis 20 Prozent der Männer sind irgendwann in ihrem Leben davon betroffen, 2,6 Prozent aller Männer sterben an Prostatakrebs. In Österreich sind das rund 1.000 Todesfälle pro Jahr. „Mit Lebensstilmaßnahmen und Prävention durch Früherkennung kann man jedoch wirksam gegensteuern, da sich ein rechtzeitig erkanntes Prostatakarzinom in der Regel gut behandeln lässt“, erklärt Shahrokh Shariat, Leiter der Universitätsklinik für Urologie an der MedUni Wien. Gemeinsam mit dem Assistenzarzt Nicolai Hübner hat er das Buch „Prostatakrebs: Vorbeugung. Diagnose. Therapie“ in Kooperation von MedUni Wien und MANZ-Verlag geschrieben. Der Ratgeber ist ab sofort im Buchhandel und online erhältlich.  

Die beiden Urologen von der MedUni Wien gehen in diesem neuen Ratgeber insbesondere auf die Aufgaben und die Funktion der gesunden Prostata ein, behandeln die Frage, welche Probleme und welche Risikofaktoren es gibt und wie sich Erkrankungen der Prostata vorbeugen lassen. Dazu wird für Laien leicht lesbar und verständlich, aber natürlich auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse erklärt, wie man ein Prostatakarzinom rechtzeitig erkennen kann, wann sich welche Behandlungsmethoden empfehlen, was ein erhöhter PSA-Wert bedeuten kann und wie nach einer nötigen Prostata-Operation ein möglichst nebenwirkungsarmes Leben möglich ist. Ein Schwerpunkt widmet sich insbesondere auch dem aktuellen Stand der Forschung und Wissenschaft bei Diagnose und Therapie.

Das Risiko, ein Prostatakarzinom zu bekommen, steigt mit dem zunehmenden Alter an. Das Durchschnittsalter der Betroffenen beträgt 66 Jahre. Männern ab 45 wird eine jährliche Vorsorgeuntersuchung empfohlen. „Wie bei jeder signifikanten Krankheit, ist aber auch beim Prostatakrebs die Früherkennung der wichtigste Baustein einer erfolgreichen Therapie. Umso wichtiger ist es, das Risiko ernst zu nehmen und bei entsprechendem Alter jährlich zur Untersuchung zu gehen“, betonen die beiden Autoren.

Bis jetzt konnte kein konkreter Auslöser für Prostatakrebs identifiziert werden, allerdings ist bekannt, dass bestimmte Mutationen in der DNA eine Rolle spielen. Für etwa 5 bis 10 Prozent der Prostatakarzinome dürften vererbte Mutationen verantwortlich sein, ansonsten stellen Mutationen im späteren Leben die Ursache dar.

Fortschritte mittels Präzisionsmedizin
An der Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien werden große Fortschritte auf dem Gebiet der individualisierten Diagnose erzielt. Neue Biomarker und erfolgreiche Kooperationen mit Forschenden aus dem Gebiet der bildgebenden Diagnostik sowie neue Technologien in der molekularen Pathologie erhöhen die Treffsicherheit. Ein erfolgreicher Weg sind individuell angepasste Behandlungen. Shariat: „Nicht jeder Tumor muss operiert werden. Oft reicht ein minimal-invasiver Eingriff oder eine aktive Überwachung. Auch bei bisher aussichtslosen Fällen kann die Überlebensdauer dank einer verbesserten molekularen Risiko-Strategie mittlerweile um mehrere Monate verlängert werden.“

MedUni Wien im MANZ-Verlag: Sechs hilfreiche Ratgeber
Der aktuelle Ratgeber ist der sechste in Kooperation von MedUni Wien und MANZ-Verlag unter dem Claim „Gesundheit.Wissen“. Bereits zuvor erschienen: „Pollen und Allergie“ (2015), „Bluthochdruck“ (2015), „Diabetes“ (2016), „Impfen“ (2016) und „Gesundheit im Alter“ (2017). Link zu allen Büchern: www.manz.at/gesundheit-wissen. Weiters gibt es unter dem Claim „Aspekte der Wissenschaft“ das Buch „Klimawandel und Gesundheit“, das im Sommer 2017 veröffentlicht wurde. In Planung für 2018 sind der Ratgeber „Geschmeidige Kost“ sowie ein Buch zur „Bionischen Rekonstruktion“. Link zu allen Büchern: https://goo.gl/GM5hxQ.

Buchtipp: „Prostatakrebs: Vorbeugung. Diagnose. Therapie.“ Shahrokh Shariat und Nicolai Hübner, MedUni Wien im MANZ-Verlag, ISBN: 978-3-214-10080-3. 2018, 180 Seiten, EUR 23,90.