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Konrad Hötzenecker tritt Professur für Lungentransplantation an

MedUni Wien als internationale Top-Adresse bei Lungentransplantationen
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(Wien, 06-11-2020) Konrad Hötzenecker ist neuer Professor für Lungentransplantation an der Medizinischen Universität Wien. Er ist bereits seit 2010 an klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie tätig und leitet seit 2018 das international sehr renommierte Lungentransplantationsprogramm der MedUni Wien/AKH Wien. 

Das Wiener Lungentransplantationsprogramm zählt zu den weltweit führenden Lungentransplantationszentren. Viele Entwicklungen dieser hochspezialisierten thoraxchirurgischen Therapie wurden in den vergangenen Jahrzehnten von Wien aus maßgeblich mitgestaltet. So ist das Wiener Programm heute führend in der Verwendung von extrakorporalen lungen-unterstützenden Systemen (vor, während und nach einer Transplantation) sowie in der Anwendung von Photopherese zur Therapie chronischer Abstoßungen.

In den vergangenen Jahren wurde die Zusammenarbeit mit anderen großen Lungentransplantations-Zentren vertieft, mit dem Ziel einer gemeinsamen Patientenrekrutierung für klinische Studien. Diese internationale Vernetzung ermöglicht es, in großen Kohorten Fragestellungen rund um die ex-vivo Organperfusion, sowie neue Techniken der Organpreservation zu untersuchen. „Vielleicht wird es in naher Zukunft möglich sein, ein Spenderorgan länger als 6-8 Stunden außerhalb des Körpers vital zu halten, sodass die Lungentransplantation zu einem semi-elektiven Eingriff wird“, sagt Hötzenecker.

Schon heute zählt Wien zu einer der Top-Adressen für Schulung und Weiterbildung ausländischer KollegInnen, es gibt lange Wartelisten für ein Lungentransplantations-Fellowship in Wien. Die „Vienna Lung Transplant Academy“ – ein zweimal jährlich veranstalteter Intensivkurs in Lungentransplantation – wurde wegen des enormen Erfolgs erweitert und findet seit 2019 alternierend in Toronto und Wien statt.

Ein Ziel der näheren Zukunft ist der Aufbau eines translationalen Lungentransplantations-Labors. Hier sollen 'bench to bedside to bench'-Fragestellungen rund um das primäre Organversagen und die chronische Abstoßung untersucht werden.

Zur Person
Konrad Hoetzenecker studierte an der MedUni Wien Medizin und ist seit 2010 an der klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie tätig. Nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt im Rahmen des Graham Memorial Traveling Fellowships der American Association of Thoracic Surgery übernahm Hoetzenecker 2018 die Leitung des Lungentransplantationsprogramms. Neben der Lungentransplantation hat er sich auf Luftröhrenchirurgie und auf erweiterte onkologische Eingriffe spezialisiert.
Hoetzenecker ist Preisträger einer Reihe nationaler und internationaler Preise. Er ist im Editorial Board des Journal of Thoracic and Cardiovascular Surgery, des American Journal of Transplantation und des Journal of Heart and Lung Transplantation.