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Rupert Lanzenberger editiert Buch in der renommierten Serie „Handbook of Clinical Neurology“

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(Wien, 26-02-2021) Rupert Lanzenberger, Neurowissenschafter mit Schwerpunkt molekulare und funktionelle Bildgebung im Bereich der Psychiatrie an der Medizinischen Universität Wien, veröffentlichte als Editor gemeinsam mit I. Savic (Karolinska, Schweden und UCLA, USA) und G. Kranz (Hongkong) die Ausgabe über „Sex Differences in Neurology and Psychiatry“.

Das neue Übersichtswerk stellt die neurowissenschaftlichen Ergebnisse im Bereich der Psychiatrie und Neurologie unter dem Aspekt von Geschlechtsunterschieden in 27 Kapiteln auf 475 Seiten dar. R. Lanzenberger et al. konnten dafür ein Team von 64 internationalen Expertinnen und Experten aus 16 Ländern gewinnen, großteils aus den USA, Europa und Australien. Das Spektrum der behandelten Themen reicht von neuroanatomischen und neurophysiologischen Geschlechtsunterschieden in unterschiedlichen Entwicklungsphasen über die Wechselwirkung von (epi)genetischen und hormonellen Faktoren bis hin zu geschlechts-spezifischen therapeutischen Optionen im Sinne von „Gender Medicine“. Das Buch enthält eine ausführliche Darstellung von Geschlechtsunterschieden bei den häufigsten psychiatrischen und neurologischen Erkrankungen mit besonderer Berücksichtigung von Krankheiten, die einen starken Prävalenzunterschied zwischen den Geschlechtern zeigen wie z.B. Autismus oder auch Stress-assoziierte Störungen. Das gesamte Buch oder einzelne Kapitel daraus sind über die Universitätsbibliothek der MedUni Wien als E-Book frei zugänglich.


Zur Person
Lanzenberger studierte Medizin und Biologie, promovierte 1998 an der Universität Wien, habilitierte sich 2010 in Neurowissenschaften und wurde 2012 zum assoziierten Professor ernannt. Der Mediziner ist seit 2004 an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie tätig und hat mit seinem Team in engster Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin und dem Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik einen international beachteten interdisziplinären Forschungsbereich in der psychiatrischen Bildgebung mit Schwerpunkt Positronenemissionstomographie (PET) und Magnetresonanztomographie (fMRT) mitaufgebaut. Die internationale Forschungskooperations- und Publikationstätigkeit spiegelt sich in 233 peer-reviewed Publikationen mit Koautorinnen und -autoren aus 134 Forschungsinstitutionen in 28 Ländern wider (h-index 52, ~10000 Zitationen, kumulierter Impaktfaktor >1000). Lanzenberger ist Mitglied der Editorial Boards mehrerer Top-Journale seines Fachbereiches, wie NeuroImage und International Journal of Neuropsychopharmacology, und war Mitorganisator von internationalen Konferenzen wie CINP und RSBC. Er ist Mitglied mehrerer internationaler Gremien zur Forschungsevaluierung, unter anderem war er für die EU im Rahmen des European Research Councils tätig, für die deutsche Exzellenzinitiative, und für zahlreiche Forschungsförderungsorganisationen als Gutachter wie DFG, MRC, NOW, ISF, Helmholtz-Gesellschaft und Wellcome Trust. Auch national ist ihm die Zusammenarbeit verschiedener Universitäten und Forschungsbereiche ein Anliegen, u.a. als Sprecher des vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) hoch dotierten „Interdisziplinären Translationalen Hirnforschungsclusters (ITHC) mit Hochfeld MR“ dreier Universitäten in den Jahren 2017 und 2019, oder als langjähriges Mitglied des Leitungsteams des Forschungsclusters Medizinische Bildgebung und PI im Forschungscluster Medizinische Neurowissenschaften der MedUni Wien. Die MitarbeiterInnen seiner Forschungsgruppe haben in den vergangenen Jahren zahlreiche nationale und internationale Forschungspreise erhalten, er selbst u.a. 2015 den renommierten Forschungspreis der Weltförderation der biologisch-psychiatrischen Gesellschaften (WFSBP), oder 2020 den Hans-Heimann Promotionspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie (DGPPN) als Betreuer für die beste Dissertation. Er ist Mitglied zahlreicher internationaler Forschungsgesellschaften und wurde 2018 in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt, gemeinsam u.a. mit der diesjährigen Nobelpreisträgerin und über viele Jahre in Wien tätigen Emmanuelle Charpentier.

Service:
Sex Differences in Neurology and Psychiatry.
Handbook of Clinical Neurology; Vol. 175, pages 2-459 (2020), ELSEVIER / Academic Press
Edited by Rupert Lanzenberger, Georg S. Kranz, Ivanka Savic

www.sciencedirect.com/handbook/handbook-of-clinical-neurology/vol/175/suppl/C