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Best Manuscript Award 2021 für Studie der MedUni Wien

Offizielles Journal der American Heart Association „Circulation Research“ zeichnet Team der Klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse aus
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Copyright: Hospital man/Shutterstock

(Wien, 19-11-2021) Ein Forschungsteam der Klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse (Universitätsklinik für Innere Medizin III von MedUni Wien und AKH Wien) um Katharina Dörr und Rainer Oberbauer wurde für eine publizierte Studie im renommierten Journal „Circulation Research“ mit dem Best Manuscript Award 2021 ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 26.1.2022 statt.

Der Artikel „Randomized Trial of Etelcalcetide for Cardiac Hypertrophy in Hemodialysis”. erfüllt laut Redaktion des Journals hohe wissenschaftliche Exzellenzstandards in Bezug auf Neuheit, Wirkung und Methodik; er wurde nach der Veröffentlichung weithin online gelesen und repräsentiert eine der besten Arbeiten, die 2021 in „Circulation Research“ (Impact Factor 17,4) veröffentlicht wurden.

PatientInnen mit chronischer Nierenfunktionseinschränkung entwickeln häufig eine Verdickung des Herzmuskels, eine sogenannte Linksventrikelhypertrophie. Das ist insbesondere bei niereninsuffizienten PatientInnen in spätem Stadium, also bei jenen, die eine Nierenersatztherapie wie die Hämodialyse („Blutwäsche“) benötigen, besonders ausgeprägt. Die Gefahr dieser Herzmuskelverdickung liegt in einer deutlichen Erhöhung des Risikos für akute Herz-Kreislauferkrankungen wie zum Beispiel plötzlichem Herztod. PatientInnen an der Hämodialyse haben etliche Risikofaktoren für die Entwicklung einer solchen Herzmuskel-verdickung. Einer davon ist die Erhöhung des sogenannten Fibroblast-Growth-Factor 23 (FGF23), eines Proteins, das mit schlechter werdender Nierenfunktion steigt. FGF23 kann jedoch durch Medikamente in verschiedene Richtungen beeinflusst werden.

Die Studie wurde an der Klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse an der Universitätsklinik für Innere Medizin III von MedUni Wien und AKH Wien zwischen 2017 und 2019 durch Katharina Dörr aus der Arbeitsgruppe von Rainer Oberbauer durchgeführt. Weltweit leiden etwa 850 Millionen Menschen an chronischen Nierenerkrankungen. In westlichen Ländern kommen chronische Nierenschädigungen bei etwa zehn Prozent der erwachsenen Bevölkerung vor, wobei Diabetes und Bluthochdruck die Hauptursachen dafür sind. Jährlich sterben etwa 2,4 Millionen Menschen weltweit an den Folgen chronischer Nierenerkrankungen. Die meisten Todesfälle haben kardiovaskuläre Ursachen.

Service: Circulation Research
“Randomized Trial of Etelcalcetide for Cardiac Hypertrophy in Hemodialysis”. Katharina Dörr, Michael Kammer, Roman Reindl-Schwaighofer, Matthias Lorenz, Thomas Prikoszovich, Rodrig Marculescu, Dietrich Beitzke, Alice Wielandner, Reinhold G Erben and Rainer Oberbauer. LINK: doi.org/10.1161/CIRCRESAHA.120.318556.