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Informationen aus dem Senat

Hier finden Sie Neuigkeiten, Beschlüsse und Informationen aus den Sitzungen des Senats der Medizinischen Universität Wien. Bleiben Sie über aktuelle Entwicklungen, Initiativen und wichtige Entscheidungen auf dem Laufenden.

In seiner letzten Sitzung fasste der Senat mehrere wichtige Beschlüsse: Ein neues Erweiterungsstudium MD/PhD ermöglicht besonders forschungsinteressierten und engagierten Studierenden künftig einen früheren Einstieg in die wissenschaftliche Laufbahn. Zudem wurde die posthume Verleihung des Doktorats an Wladimir Schliom beschlossen, der 1938 als Opfer des NS-Regimes an der Vollendung seines Medizinstudiums gehindert wurde. Außerdem gibt es gute Nachrichten für alle Lehrenden: Die von Studierenden vergebenen Ehrenpreise für Human-, Zahn- und postgraduale Studiengänge werden ab sofort wieder verliehen.
 

Der Senat hat die Einrichtung eines neuen Erweiterungsstudiums zum Diplomstudium Humanmedizin (MD/PhD) beschlossen.
Das Studium richtet sich an eine kleine Zahl besonders engagierter und forschungsinteressierter Studierender ("Early Stage Researchers"), die nach der Diplomarbeit ihr Medizinstudium unterbrechen können, um sich noch vor dem KPJ intensiv einem Dissertationsprojekt zu widmen. Die im Rahmen des Erweiterungsstudiums erbrachten Leistungen werden anschließend direkt für das reguläre Doktorats-/PhD-Studium angerechnet, wodurch sich die Zeit bis zum PhD-Abschluss deutlich verkürzen soll. Vorgesehen sind unter anderem eine Anstellung im Ausmaß von 30 Wochenstunden im Rahmen des Forschungsprojekts sowie eine Evaluierung des neuen Studienmodells nach rund drei Jahren. 

Das Curriculum tritt mit 1.10.2026 in Kraft.
 

Der Senat hat beschlossen, Wladimir Schliom das Doktorat der gesamten Heilkunde posthum zu verleihen. Schliom, geboren 1912 in Riga, war Medizinstudent an der Universität Wien und wurde 1938, kurz vor seinen Abschlussprüfungen, als Opfer des nationalsozialistischen Regimes gezwungen, das Land zu verlassen. Damit blieb ihm die Erlangung des Doktorats verwehrt. Die Universität setzt mit diesem Beschluss ihre Bemühungen fort, während des NS-Regime vertriebene Studierende nachträglich zu würdigen.
 

Ab sofort werden die von Studierenden vergebenen Ehrenpreise für Lehre wieder verliehen, getrennt nach den Studiengängen Humanmedizin, Zahnmedizin und postgradualen Programmen. Die Auszeichnungen basieren auf Befragungen unter den Studierenden und würdigen jene Lehrenden, die sich durch besonderes Engagement und Innovation hervorgehoben haben.