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Antrittsvorlesungen

Neue Professor:innen der MedUni Wien stellen sich und ihr Fachgebiet vor
Markus Müller © Matern | MedUni Wien

Als eine der größten medizinischen Universitäten Europas arbeitet die MedUni Wien stetig daran, die besten Köpfe zu gewinnen, um mit Hilfe ihrer wissenschaftlichen Exzellenz und Innovationskraft die medizinische Forschung voranzutreiben, zukunftsweisendes Wissen zu lehren und die fortschrittlichste Behandlung für Patient:innen zu gewährleisten. Die von unseren Mitarbeiter:innen entwickelten Innovationen bieten die Voraussetzungen, mit denen wir die Zukunft der Medizin aktiv mitgestalten können. Mit ihren Antrittsvorlesungen und ihrer Expertise in den unterschiedlichsten Fachbereichen stellen sich neue Kolleg:innen an unserer Universität vor. Ich möchte Sie einladen, diese Gelegenheit zu nutzen, um diese hervorragenden Forscher:innen kennenzulernen und sich mit ihnen interdisziplinär zu vernetzen.

Markus Müller
Rektor der Medizinischen Universität Wien


Die nächsten Termine


Freitag, 21. Juni 2024

14:00 bis 15:30 Uhr, Hörsaalzentrum der MedUni Wien im AKH Wien

Nicole Concin

Professorin für Gynäkologie

Vorstellung durch Anna Fagotti, Obstetrics and Gynecology,
Università Cattolica del Sacro Cuore, Rome.

Der klinische und wissenschaftliche Schwerpunkt von Nicole Concin liegt auf der gynäkologischen Onkologie. Auf diesem Gebiet war sie zuletzt an mehreren renommierten europäischen Institutionen, wie der Katholischen Universität Leuven, Belgien, und den Kliniken Essen Mitte, Deutschland, tätig, und hatte eine Professur für Experimentelle Gynäkologie an der Medizinischen Universität Innsbruck inne.

Nicole Concin ist Past-President der European Society of Gynecological Oncology (ESGO),  President-Elect der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO), Vorsitzende des Early Drug Development Network des European Network of Gynecological Oncological Trial Groups (ENGOT), Vorstandsmitglied der International Federation of Gynecology and Obstetrics (FIGO) for Women`s Cancer und im Fortbildungs-Gremium für Gynäkologische Malignome der European Society of Medical Oncology (ESMO). Sie leitete weltweit zahlreiche translationale und klinische Forschungsprojekte und brachte ihre Expertise in über 90 internationalen klinischen Studien in der gynäkologischen Onkologie ein, mehrfach als Global Coordinating Investigator. In Anerkennung ihrer Leistungen erhielt sie zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, darunter den Univ.-Prof. Prof. DDr. Karl-Fellinger-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Krebshilfe.

Patient:innen im Mittelpunkt: optimale Betreuung durch Forschung und interdisziplinäre Kooperation
„Eine Patientinnen-orientierte Medizin mit individualisierter, empathischer Betreuung am Puls der Zeit ist mir wichtig. Eine Grundvoraussetzung, um hochqualitative, evidenzbasierte Medizin anbieten zu können, ist eine aktive Forschungstätigkeit. Das zeichnet Universitätsmedizin aus.“ An der Klinischen Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und gynäkologische Onkologie von MedUni Wien/AKH Wien will Concin Patient:innenversorgung, Forschung und Lehre hinsichtlich Qualität und Innovation auf höchstem internationalen Niveau anbieten und weiterentwickeln sowie internationale klinische und wissenschaftliche Kooperationen fördern.

Einen Schwerpunkt möchte Concin auf frühe klinische Studien und „precision medicine“ in der gynäkologischen Onkologie setzten. „Wir haben in den letzten Jahren sehr viel über den entscheidenden Einfluss der Tumorbiologie auf die Prognose von onkologischen Patient:innen gelernt. In der Behandlung von Patient:innen mit gynäkologischen Malignomen kommen zunehmend „molecularly-targeted agents“ zur Anwendung, die auf bestimmte molekulare Marker abzielen, die eine entscheidende Rolle auf Tumorwachstum und Tumorprogression haben, und damit eine individualisierte Behandlung ermöglichen. Eine ausgezeichnete interdisziplinäre Kooperation ist der Schlüssel, um unseren Patient:innen eine optimale Behandlung anbieten zu können.“

Concin setzt in der chirurgischen Behandlung von Patient:innen auf die richtige Indikationsstellung. Manche Erkrankungen erfordern nach ausgedehnten (radikalen) Operationen, wie zum Beispiel bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom. Bei anderen Erkrankungen hingegen ist weniger mehr. Concin möchte vor allem die minimal-invasive Methode mittels Roboterchirurgie für Patient:innen mit frühem Endometriumkarzinom, aber auch mit Endometriose und anderen gynäkologischen Erkrankungen weiter ausbauen.

Nachwuchsförderung
Ein besonderes Augenmerk möchte Concin auf die Begeisterung und Ausbildung des gynäkologischen Nachwuchses legen. „Die Jugend ist unsere Zukunft“ betont Concin, „es ist unser Auftrag und eine Freude, junge motivierte Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen, sie zu fordern und zu fördern. Dabei ist mir die Chancengleichheit aller Geschlechter wichtig.“

Herwig Czech

Professor für Geschichte der Medizin

Vorstellung durch Volker Roelcke, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin,
Justus-Liebig-Universität Gießen.

Der wichtigste Schwerpunkt von Herwig Czechs Forschungstätigkeit liegt auf der Zeitgeschichte der Medizin – insbesondere auf der Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus, deren Vorbedingungen und Folgen. Seit 2017 ist er Ko-Projektleiter des von der Max-Planck-Gesellschaft finanzierten Forschungsprojekts „Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechtstaten“, durchgeführt in Kooperation mit der Technischen Universität München, der Berliner Charité, der Leopoldina sowie der Oxford Brookes University. Seit September 2021 ist er außerdem Co-Chair der Lancet Commission on Medicine, Nazism, and the Holocaust.

Ein weiterer Schwerpunkt von Czechs Arbeit ist die Wiener Medizin seit der Aufklärung, vor allem im Hinblick auf soziale, politische, kulturelle und wissenschaftshistorische Aspekte sowie die Geschichte von Public Health.

Die Professur ist der Organisationseinheit Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizin am Josephinum zugeordnet. Herwig Czech: „Das Josephinum mit seinen einzigartigen Sammlungen und dem im September 2022 neu eröffneten Medizinhistorischen Museum Wien ist auf einem guten Weg, zu einem der weltweit wichtigsten Zentren der Medizingeschichte zu werden. Ich bin sehr dankbar, dazu einen Beitrag leisten zu dürfen.“

Zur Person
Herwig Czech studierte Geschichtswissenschaften an den Universitäten Graz, Wien, Paris VII und Duke (North Carolina). Über viele Jahre war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes. 2007 promovierte er als DOC-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit einer Arbeit zum Wiener Gesundheitswesen im Nationalsozialismus. 2011 bis 2014 war er APART-Stipendiat der ÖAW, seit 2017 Universitätsassistent (postdoc) für Medizingeschichte an der MedUni Wien. Er absolvierte Forschungs- und Lehraufenthalte an den Universitäten Wroclaw und Newcastle, am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) sowie zuletzt 2019 am Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Berliner Charité.

Im Jahr 2020 übernahm Czech an der MedUni Wien eine Professur (§99/1) für Geschichte der Medizin mit besonderer Berücksichtigung der Medizinischen Zeitgeschichte. Mit 2. November  2023 erfolgte die Berufung nach §98 als Professor für Geschichte der Medizin. 


Das Progamm zum Download


Anmeldung zu den Antrittsvorlesungen

Wir ersuchen um Anmeldung bis jeweils 1 Woche vor den Antrittsvorlesungen.


Veranstaltungsort

Hörsaalzentrum der MedUni Wien

Universitätsklinikum AKH Wien
1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20, Ebene 7

  • Zugang für Gäste: Hörsaalstiege/-lift
    (Beschilderung ab AKH Haupteingang)
  • Zugang für MitarbeiterInnen im AKH Wien auf Ebene 7

Impressionen von Antrittsvorlesungen