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Neuer MedUni Wien-Ratgeber zu Essstörungen erschienen

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(c) 2006 Tootles/Shutterstock

(Wien, 06-05-2026) Die aktuelle Neuerscheinung der Buchreihe „Gesundheit.Wissen“ der MedUni Wien im MANZ Verlag widmet sich den verschiedenen Erscheinungsformen von Essstörungen. Wissenschaftlich fundiert, allgemein verständlich und praxisnah bietet Autor Andreas Karwautz, Gründer und Leiter der Ambulanz für Essstörungen im Kindes- und Jugendalter an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der MedUni Wien, umfassende Informationen zu Ursachen, Diagnostik, Therapie, Prävention und aktuellen Forschungsansätzen. 

Der Ratgeber „Essstörungen. Erkennen – verstehen – überwinden“ richtet sich sowohl an Betroffene und deren Angehörige als auch an Lehrkräfte, medizinische Fachpersonen und alle, die fundierte Informationen zum Thema suchen. Nach Asthma und Adipositas zählen Essstörungen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Jugendalter und weisen die höchste körperliche Gefährdung aller psychiatrischen Störungen auf. „Je besser Betroffene und Familien über das komplexe Krankheitsbild informiert sind, desto früher können Warnsignale erkannt und professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden“, betont Andreas Karwautz, Professor für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie an der MedUni Wien sowie Präsident der renommierten Eating Disorders Research Society (EDRS), der größten internationalen Organisation für Forscher:innen im Bereich Essstörungen: „Früherkennung ist entscheidend – und sie gelingt nur mit Wissen.“

Betroffene berichten über Weg der Genesung
Im Buch erläutert der international anerkannte Experte auf dem Gebiet Essstörungen alle häufigen Störungsbilder gemäß dem WHO-System ICD-11 – darunter Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht), Binge-Eating-Störung (wiederkehrende Essanfälle), ARFID (Vermeidung oder Einschränkung der Nahrungsaufnahme) und Pica (Verzehr nicht essbarer Stoffe). Zudem werden bislang weniger bekannte Erscheinungsformen wie orthorektisches Ernährungsverhalten (pathologisches Gesundessen) oder Purging-Störung (Erbrechen oder Abführen ohne vorherige Essanfälle) beschrieben. Neben medizinischen Grundlagen und aktuellen Forschungserkenntnissen werden die körperlichen Risiken, notwendigen medizinischen Untersuchungen und therapeutischen Möglichkeiten verständlich erklärt.

Thematisiert werden auch die vielfältigen Risikofaktoren für die Entwicklung einer Essstörung sowie die Rolle von Schönheits- und Gesundheitstrends, wie sie im Internet oder über soziale Medien vermittelt werden. Besonders wertvoll sind dabei persönliche Einblicke von Jugendlichen, die über ihr Leben mit der Erkrankung berichten. Essstörungen sind nach wie vor mit erheblicher Stigmatisierung verbunden. Der Ratgeber möchte Barrieren abbauen, Verständnis schaffen und Orientierung bieten – für Betroffene, die gesund werden möchten, und für Angehörige, die Unterstützung suchen.

10 Jahre Buchreihe der MedUni Wien im MANZ Verlag
Die Buchreihe „Gesundheit.Wissen“ der MedUni Wien im MANZ Verlag besteht inzwischen seit zehn Jahren. Darin machen MedUni Wien-Expert:innen ihr Wissen für Patient:innen, Angehörige und Interessierte zugänglich – wissenschaftlich fundiert, leicht verständlich und praxisnah. So kommt die MedUni Wien einmal mehr ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nach, Gesundheitswissen nicht nur zu generieren und zu lehren, sondern auch der Bevölkerung zu vermitteln. Mit „Essstörungen. Erkennen – verstehen – überwinden“ ist nun der 22. Ratgeber in der Reihe erschienen.
Zur Buchreihe 

 

 

 

 

 

„Essstörungen. Erkennen – verstehen – überwinden“
Andreas Karwautz,
MedUni Wien im MANZ Verlag,
ISBN 978-3-214-26649-3,
228 Seiten, 28 Euro,
Erhältlich im MedUni Shop im AKH Wien, im Buchhandel und unter https://shop.manz.at/shop/products/9783214266493