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Alan F. Schatzberg ist Ehrendoktor der MedUni Wien

(Wien, 29-03-2011) Professor Alan F. Schatzberg M.D. ist Past-President der Amerikanischen Psychiatrischen Gesellschaft (APA) und war bis vor kurzem Chairman des Department of Psychiatry and Behavioral Sciences der Universität Stanford, CA, US. Ihn verbindet seit rund 20 Jahren eine enge Kooperation mit der MedUni Wien, aus der u.a. neue Behandlungs-methoden bei Depressionen resultierten. Gleichzeitig wurden kontinuierlich NachwuchswissenschafterInnen der MedUni Wien gefördert. Aufgrund dieser Verbundenheit und den daraus gewonnenen wissenschaftlichen Ergebnissen hat Alan F. Schatzberg am 29. März das Ehrendoktorat der Medizinischen Universität Wien erhalten.

Seit Alan F. Schatzberg 1991 den Lehrstuhl für Psychiatrie an der Universität Stanford erhielt, fördert und intensiviert er den Kontakt zur Medizinischen Universität Wien. Das hat sich bisher auch in erfolgreichen gemeinsamen Forschungsprojekten niedergeschlagen. So konnten beispielsweise Schatzberg und Siegfried Kasper, Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien, neue und richtungsweisende Therapiemöglichkeiten bei Depressionen und Bipolaren („manisch-depressiv“) Erkrankungen zeigen. Außerdem erarbeiteten sie unterschiedliche Projekte zu Themen der Aggressionsverarbeitung und psychopathologischen Auffälligkeiten bei Flüchtlingen im adoleszenten Alter. Weiters wurden auch regelmäßig gemeinsame Tagungen veranstaltet, bei denen die internationale Qualität der an der MedUni Wien durchgeführten Behandlungen dargestellt wurde.

Einen weiteren Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit der MedUni Wien stellt die Förderung junger WissenschafterInnen dar. Dazu zählen Forschungspraktika, die Supervision bei Forschungsprojekten sowie das Mentoring und die Betreuung bei Diplomarbeiten und Dissertationen. Auch aus dieser Zusammenarbeit sind bereits zahlreiche Ergebnisse in international anerkannten Journalen publiziert worden.


Aufgrund dieser langjährigen intensiven Kooperation und den erbrachten Leistungen hat Rektor Wolfgang Schütz am 29. März im Jugendstilhörsaal der MedUni Wien das Ehrendoktorat der Medizinischen Universität Wien an Alan F. Schatzberg verliehen. Die Laudatio hielt O.Univ.Prof. DDr. Siegfried Kasper, der 1993 den Lehrstuhl für Psychiatrie an der Universität Wien sowie die Leitung der Klinischen Abteilung für Allgemeine Psychiatrie übernommen hat. Seit 2007 ist er auch Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Die Medizinische Universität Wien kann ein Ehrendoktorat jenen Personen verleihen, die auf Grund ihrer wissenschaftlichen Leistungen in Fachkreisen hohes Ansehen genießen und sich um die MedUni Wien hervorragende Verdienste erworben haben. Seitdem die MedUni Wien eine eigenständige Universität ist (2004), vergab sie an folgende Personen ein Ehrendoktorat:
Prof. Dr. Fritz H. Bach (2005), Prof. Dr. Richard Dean (2005), DDr. Jürgen Radmoski (2007).


Zur Person:
Prof. Alan F. Schatzberg, MD, hat die Biologie und Psychopharmakologie depressiver Erkrankungen untersucht und dabei ursprünglich das Norepinephrin-System charakterisiert. Dadurch wurde eine wesentliche Einsicht in die biologischen Mechanismen gegeben, wie sie z.B. wahnhafte Depressionen entwickeln. In jüngster Vergangenheit wurden von ihm Neuropeptide als innovative neue therapeutische Strategie untersucht.
Schatzberg ist Past-President der American Psychiatric Association (APA), des American College of Neuropsychopharmacology (ACNP) und der American Society of Biological Psychiatry (ASBP).
Sein Werk ist in über 550 Publikationen festgelegt, er ist Herausgeber von namhaften psychiatrischen Lehrbüchern und darüber hinaus Herausgeber bzw. im Editorial Board von amerikanischen und internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften. Zahlreiche nationale und internationale Preise runden sein umfassendes wissenschaftliches Werk ab, darunter der Gerald L. Klerman, MD Lifetime Research Award der NDMDA, der Gerald L. Klerman, MD Award des Cornell UniversityMedical College, der Forum Award des 3rd International Forum of Mood and Anxiety Disorders (IFMAD) sowie der Distinguished Service in Psychiatry Award des American College of Psychiatrists.

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