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"Medizinische Lehre Wien" im „Atlas der guten Lehre“

(Wien, 17-03-2015) Das Zertifikatsprogramm „Medizinische Lehre Wien“ der MedUni Wien wurde in den „Atlas der guten Lehre“ des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft eingetragen. Die Ausbildung für Lehrende an der MedUni Wien dient damit als „Good-Practice-Beispiel“ zur Verbesserung von Lehre an einer Hochschule.


„Ziel des Zertifikatsprogramms Medizinische Lehre Wien ist die Professionalisierung der medizinischen Lehre durch die systematische Entwicklung, Weiterentwicklung und Förderung der didaktischen Kompetenzen der Lehrenden an der Medizinischen Universität Wien“, so Karin Gutiérrez-Lobos, Vizerektorin für Lehre, Gender und Diversity der MedUni Wien. Das Zertifikatsprogramm ist Teil des Karriereschemas an der MedUni Wien und kann im Rahmen einer Qualifizierungsvereinbarung erfüllt werden. Die Lehrkompetenzen von MedizinerInnen sollen dadurch systematisch entwickelt und gefördert werden. Durch das Weitertragen des Gelernten in ihre Lehrpraxis übernehmen die AbsolventInnen des Programms in Folge eine Multiplikatorenfunktion und tragen langfristig zu einer Kultur guter Lehre bei.

Das Zertifikatsprogramm gliedert sich in drei Stufen: Pflichtstufe 1 umfasst eine Einführung in das Thema „Medical Education“ und fokussiert zudem auf Lehre in Kleingruppen. In Pflichtstufe 2 werden die Lehrenden schwerpunktmäßig an die Planung von Lehrveranstaltungen und Plenardidaktik herangeführt. Die Wahlpflichtstufe bietet Kurse zu spezifischen Lehr- und Prüfungsmethoden wie z.B. E-Learning, Problemorientiertes Lernen und Multiple-Choice-Prüfungen. Die Wahlpflichtstufe erlaubt den TeilnehmerInnen, ihre Schwerpunkte aufgaben- und situationsgerecht zu setzen.
Die Kurse werden teils in deutscher, teils in englischer Sprache gehalten. Für den erfolgreichen Abschluss des Zertifikatsprogramms sind mindestens 6 ECTS zu absolvieren. Der Gesamtaufwand liegt bei ca. 170-200 akademischen Stunden.
Das Zertifikatsprogramm wird derzeit mit dem Ziel, seine Wirksamkeit festzustellen, umfassend evaluiert.

Der Atlas der guten Lehre

Die Österreichische Hochschulkonferenz setzte im Frühjahr 2013 eine Arbeitsgruppe zur Stärkung der Qualität der hochschulischen Lehre ein. Die Arbeitsgruppe besteht aus VertreterInnen der uniko (Österreichische Universitätenkonferenz), der FHK (Österreichische Fachhochschulkonferenz), der Senatsvorsitzendenkonferenz, der ÖPUK (Österreichische Privatuniversitätenkonferenz), der Österreichischen HochschülerInnenschaft, des Wissenschaftsrates und des Wissenschaftsministeriums und hat zum Ziel, Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Qualität in der Lehre und Stärkung des Ansehens der Lehre zu erarbeiten.
Um etwaige Problemfelder, aber auch Beispiele guter Praxis aufzuzeigen, hat sich die Arbeitsgruppe im Herbst 2013 entschlossen, eine Umfrage an den Hochschulen durchzuführen. Es war gedacht, die in Erstellung befindlichen Empfehlungen der Arbeitsgruppe damit beispielhaft zu ergänzen. Die Sichtung der übermittelten Beispiele machte deutlich, dass an den Hochschulen zahlreiche Initiativen zur Verbesserung der Qualität der Lehre zu finden sind, diese einem breiteren Personenkreis oft jedoch nicht bekannt sind. Im Zuge der Beratungen wurde daher in der Arbeitsgruppe die Idee einer Plattform generiert, um interessierten Hochschulangehörigen die Möglichkeit zu bieten, Initiativen die zur Stärkung der Qualität in der Lehre beitragen, öffentlich zugänglich zu machen.

Das Ergebnis dieses Prozesses ist nun zugänglich und wird laufend erweitert und aktualisiert. Dabei werden „Good-Practice-Beispiele“ als generisches „Online-Nachschlagewerk“ öffentlich zugänglich gemacht.

Zielgruppe sind die interessierte Öffentlichkeit und jene Personen, die an Hochschulen mit der Weiterentwicklung der Lehre befasst sind.

» gutelehre.at

» Zertifikatsprogramm Medizinische Lehre Wien