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MedUni Wien trauert um Gerhard Trittenwein

Ehemaliger Leiter der Intensivstation an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde nach langer, schwerer Krankheit verstorben
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Gerhard Trittenwein

(Wien, 12-08-2016) Gerhard Trittenwein war bereits Allgemeinmediziner, Facharzt für Anästhesiologie und Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Leiter der Neonatologie und Intensivstation in Wiener Neustadt als er 1992 die Aufgabe übernahm, an der Kinderklinik der MedUni Wien eine Kinderintensivstation aufzubauen. Mit diesem Schritt wurde der Grundstein für die moderne Kinderintensivmedizin gelegt. Es wurde möglich, schwerstkranke Kinder zu  versorgen, eine prä- und postoperative Betreuung nach lebensgefährlichen Eingriffen durchzuführen, Organersatztherapien anzubieten und somit hunderten von Kindern mit bis dahin aussichtsloser Prognose eine Zukunft zu geben.

Gerhard Trittenwein hat eine Schule für Kinderintensivmedizin aufgebaut. Darüber hinaus hat er auch einige Jahre die Abteilung für Lehre der Kinderklinik geleitet.
Er hat unzählige wissenschaftliche Publikationen  und Buchbeiträge verfasst und 2014 bei der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde mit der Escherich- Medaille die höchste Auszeichnung erhalten.

Gerhard Trittenwein war Vorbild in jeder Hinsicht, durch sein enormes Wissen, das rasche Handeln in entscheidenden Momenten, den 100%igen Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit, die sichere Führung seines Teams und ganz besonders im Umgang mit den PatientInnen, den Eltern und Angehörigen.
In tiefer Trauer verabschieden wir uns von Gerhard Trittenwein in dem Wissen, dass sein Wirken, gleichsam als sein Vermächtnis, an der Kinderintensivstation der MedUniWien und in der Kinderintensivmedizin in ganz Österreich weiterleben wird.

Susanne Greber-Platzer,
Leiterin der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde