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Überdurchschnittliche Ragweedpollensaison erwartet

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Bild: Fotolia

Wien, 26-08-2016) Die Blüte des Ragweeds (auch Ambrosia oder Traubenkraut genannt) hat in den südöstlichen Nachbarländern Österreichs bereits begonnen. Südostwinde haben mit dem Ferntransport von dort frei gesetztem Ragweedpollen auch hier in Österreich für Belastung gesorgt. Im Laufe dieser Woche hat nun auch die lokale Blüte eingesetzt, die die Belastung rasch ansteigen lässt. Eine erste Belastungswelle mit sehr hohen Konzentrationen an Ragweedpollen steht kurz bevor. Die ExpertInnen des Österreichischen Pollenwarndienstes der MedUni Wien raten AllergikerInnen, die Pollenflugprognosen im Auge zu behalten.

In Ostösterreich reagieren etwa 25-30% der PollenallergikerInnen auf Ragweed. Die Blüte des Beifußes kann die Beschwerden verstärken, da beide Pflanzen zur Familie der Korbblütler gehören und eine Kreuzreaktion bestehen kann. Ebenso kann auch zu anderen Pflanzen derselben Familie wie Kamille, Arnika, Margerite, Chrysantheme oder Sonnenblume eine Kreuzreaktion auftreten. Betroffene PollenallergikerInnen könnten somit eine besonders belastende Unkrautpollensaison erleben: die Blüte des Beifußes war überdurchschnittlich und überlappt sich dieses Jahr mit der einsetzenden Ragweedblüte. Die gute Nachricht: Die Hauptblüte des Beifußes ist überstanden und die Konzentrationen an Beifußpollen in der Luft nehmen ab.

Feuchtwarmes Wetter brachte ideale Wachstumsbedingungen für Ragweed
Die Belastung durch Ragweedpollen kommt durch den Ferntransport von Ragweedpollen aus anderen Ländern und die Blüte von lokalen Pflanzen zustande. „Ragweed hat durch das feuchtwarme Wetter im Sommer ideale Wachstumsbedingungen vorgefunden“, erklärt Katharina Bastl vom Österreichischen Pollenwarndienst, “dementsprechend gibt es dieses Jahr auch wieder ein häufigeres Vorkommen im Osten Österreichs im Vergleich zum vergangenen Jahr.“

Betroffen von der Ragweedblüte ist der Südosten Österreichs und die Bundesländer Burgenland, Wien, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten und Teile Oberösterreichs.

Bild: MedUni Wien/Bastl
Die Ragweedpollensaison in den betroffenen Regionen Österreichs beginnt Mitte August und endet Mitte Oktober

Belastungen von August bis Oktober
Im Schnitt beginnt die Ragweedpollensaison in den betroffenen Regionen Österreichs Mitte August und endet Mitte Oktober. Die ExpertInnen des Pollenwarndienstes schätzen die diesjährige Ragweedpollensaison als überdurchschnittlich ein, da die lokale Belastung wegen der günstigen Wachstumsbedingungen stärker ausfallen wird und zu Beginn der Saison eine Überschneidung mit der ausklingenden Beifußpollensaison stattfindet. Entscheidend sind aber auch Ausmaß und Häufigkeit des Ferntransportes, der im August und September die Belastungen mitbestimmen wird.

In der Ragweedpollensaison ist es besonders wichtig die Vorhersageservices des Österreichischen Pollenwarndienstes der MedUni Wien zu nutzen, um auch bei Ferntransportereignissen optimal vorbereitet zu sein.

Europaweit muss die Verbreitung von Ragweed im Auge behalten werden. Vor allem in Osteuropa sind die Belastungen erfahrungsgemäß besonders groß (Europakarten auf www.pollenwarndienst.at).

In Zusammenarbeit mit MeteoSchweiz steht diese Saison erstmalig das Prognosemodell COSMO-ART zugeschnitten auf Österreich zur Verfügung.