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Jürgen Sandkühler erhält den Erwin Schrödinger-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

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Bild: MedUni Wien/Matern

(Wien, 14-12-2016) Jürgen Sandkühler, Leiter des Zentrums für Hirnforschung der MedUni Wien, wurde von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) mit dem Erwin Schrödinger-Preis ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 13. Dezember im Rahmen einer Feier im Festsaal der ÖAW statt.

Der Erwin Schrödinger-Preis ging zu gleichen Teilen an Jürgen Sandkühler für seine Forschungsarbeiten im Bereich der Schmerzforschung und an Ortrun Mittelsten Scheid (Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie) für ihre Forschungsleistungen im Bereich der molekularen Genetik der Pflanzen. Die ÖAW vergibt den Preis an Gelehrte, die in Österreich wirken und hervorragende wissenschaftliche Leistungen in den von der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der ÖAW im weitesten Sinne vertretenen Fächern vollbracht haben. Mit dem Preis soll das wissenschaftliche Lebenswerk oder eine herausragende Leistung gewürdigt werden, die im Fachbereich oder darüber hinaus eine nachhaltige Wirkung entfalten konnte.

Bild: ÖAW/Hinterramskogler
v.l.n.r.: Georg Brasseur (Präsident der naturwissenschaftlichen Klasse der ÖAW), Ortrun Mittelsten Scheid, Jürgen Sandkühler, Anton Zeilinger (Präsident der ÖAW)

Jürgen Sandkühler hat sich in seiner wissenschaftlichen Laufbahn besonders auf dem Gebiet der Schmerzforschung hervorgetan. So hat er mehrere Publikationen im Top-Journal "Science" sowie Übersichtsarbeiten in "Nature Reviews Neuroscience" und in "Physiological Reviews" veröffentlicht. Als internationaler Spitzenforscher ist er Mitglied in den Editorial Boards von Science und dem ebenfalls international renommierten „Journal of Neuroscience“.

Zur Person
Jürgen Sandkühler ist Professor für Neurophysiologie. Er leitet das Zentrum für Hirnforschung der MedUni Wien und dort die Abteilung für Neurophysiologie. 1957 in Recklinghausen (Deutschland) geboren, promovierte er 1984 mit ”summa cum laude” und habilitierte sich 1988 im Fach Physiologie an der Ruprecht Karls-Universität Heidelberg. Zu den wichtigsten Stationen auf seinem Karriereweg zählen die Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (1995-2000) und eine außerplanmäßige Professur (1996-2001) an der Universität Heidelberg. Im Jahre 2001 wurde er zum Universitätsprofessor für Neurophysiologie am Zentrum für Hirnforschung der Universität Wien berufen und zum Leiter der Abteilung für Neurophysiologie ernannt.
Sandkühler war zunächst stellvertretender Leiter und ist seit 2007 Leiter des Zentrums für Hirnforschung. Mit seinem Team untersucht er die neuronalen Ursachen chronischer Schmerzen, Mechanismus-orientierte Methoden der Schmerztherapie sowie Verfahren der Schmerzprävention. Sandkühler genießt national und international ein herausragendes Renommee. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Preise erhalten (z.B. den Kardinal Innitzer Preis) und ist ein weltweit nachgefragter Redner auf wissenschaftlichen und klinischen Kongressen.