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Shahrokh Shariat erhält Ehrenmitgliedschaft der Selbsthilfe Prostatakrebs

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(Wien, 21-12-2017) Shahrokh Shariat, Leiter der Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien/AKH Wien, wurde von der Selbsthilfe Prostatakrebs zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit ernannt. Gleichzeitig übernimmt er den Aufbau und die Leitung des wissenschaftlichen Beirates des Verbandes. 

Der wissenschaftliche Beirat soll die Vermittlung aktueller fachlicher Informationen an die Betroffenen erleichtern, denn "nur gut informierte Patienten können die für sie optimale Behandlung gemeinsam mit ihrem behandelnden Arzt festlegen“, so Ekkehard Büchler, Obmann der Selbsthilfe Prostatakrebs.

Shariat freut sich über diese Auszeichnung: „Von den Patienten, um die man sich kümmert, eine solche Anerkennung zu erhalten, ist die größte Freude und Ehre, die man als Arzt und Wissenschaftler bekommen kann.“

Die Selbsthilfe Prostatakrebs
Die im Jahr 1997 gegründete Selbsthilfe Prostatakrebs ist eine österreichweite gemeinnützige Organisation, die gegen Prostatakrebs kämpft und Betroffene und Angehörige unterstützt. Sie ist als Verband organisiert und konfessionell und politisch neutral.
Die Selbsthilfegruppe will den von Prostatakrebs Betroffenen die Möglichkeit bieten, in der Gruppe mit Gleichbetroffenen über die eigenen Befürchtungen, Probleme und Konflikte zu sprechen, dabei eigene Erfahrungen und Gefühle zu äußern, um sich über Verstehen und Lernen wechselseitig helfen zu können.
Vortragsveranstaltungen bieten die Gelegenheit, den Fachvortrag eines Experten zu hören und anschließend das Thema mit ihm zu diskutieren.
 Die Betroffenen sollen „mündige Patienten” werden, die über ihre Krankheit informiert sind und in „eigener“ Verantwortung in der Beratung mit ihren Ärzten über die für sie angemessene Therapie entscheiden.

Zur Person
Shahrokh Shariat kam als Kind aus Teheran (Iran) nach Wien, machte hier die Matura und studierte Chemie und Mathematik an der Eidgenössischen Polytechnischen Hochschule in Lausanne, wechselte aber dann für das Medizinstudium an die MedUni Wien. Nach der Promotion ging Shariat in die USA, absolvierte am Baylor College of Medicine in Houston, Texas, ein Research Fellowship, und an der University of Texas in Dallas die urologische Facharztausbildung. Am Memorial Sloan-Kettering Center in New York spezialisierte sich Shariat in urologischer Onkologie.

Von 2010 bis 2013 leitete er das Blasenkarzinomzentrum am Weill Medical College of Cornell University in New York.

Seit Juni 2013 leitet er die Universitätsklinik für Urologie der MedUni Wien im AKH Wien.
Shariat hat insgesamt über 1.000 peer-rewieved Publikationen verfasst und hält vier Patente, die auf Basis seiner Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Prostata- und Blasenkrebs entwickelt wurden. Sein Scopus h-Index (Hirsch-Faktor) beträgt 84, der Google h-Index: 109. Im Jahr 2012 wurde er zum besten urologischen Onkologen in New York gewählt.

Aktuell wird er beim US-amerikanischen Portal „Expertscape“, das FachärztInnen aufgrund der Reichweite und Impact-Stärke ihrer Publikationen listet, als führender Experte beim Fachgebiet Blasenkrebs-Neoplasmen gelistet.

In den USA wurde er zweimal zu einem der führenden Urologen des Landes gekürt. Er ist der einzige, der mit den beiden wichtigsten Urologenpreisen ausgezeichnet wurde: EAU Crystal Matula Award 2014 und AUA Gold Cystoscope Award 2017.