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Markus Hengstschläger erhält Großes Ehrenzeichen der Republik Österreich

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Bild: BMWFW/Haslinger
v.l.n.r.: Staatssekretär Harald Mahrer, Markus Hengstschläger und Minister Reinhold Mitterlehner

(Wien, 23-01-2017) Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Staatssekretär Harald Mahrer verliehen heute im Rahmen eines Festaktes das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik an Markus Hengstschläger.

„Er gehört zu den führenden Genetikern in Österreich und verleiht seinem Forschungsbereich seit über 25 Jahren eine innovative Handschrift. Ihn zeichnet aber nicht nur seine exzellente Arbeit aus, sondern vor allem auch seine Brückenbauer-Funktion in die Gesellschaft. Er macht Forschung spannend und erlebbar“, so Wissenschafts- und Forschungsminister Mitterlehner in seiner Festrede. „Ob als Mitglied der Bioethikkommission, als Bestseller-Autor oder auch als Radiodoktor – Markus Hengstschläger widmet sich stets den gesellschaftspolitischen Fragen am Puls der Zeit“, hält Mitterlehner fest.

„Mit seinen auch international vielbeachteten Forschungen leistet Hengstschläger einen wichtigen Beitrag zur Reputation und hohen Qualität des heimischen Wissenschafts- und Medizinstandorts. Darüber hinaus ist sein umfassendes und mit viel Visionskraft verbundenes Engagement in den Bereichen Bildung, Universitätslehre und Bioethik zu würdigen. Markus Hengstschlägers Wirken zur Verbesserung der Stellung Österreichs im internationalen Innovationswettbewerb ist besonders vorbildlich“, so Mahrer.

Internationale Anerkennung fand Hengstschläger durch seine Forschungen an humangenetischen Erkrankungen, wie etwa der Tuberösen Sklerose, der weltweit ersten Entdeckung von Stammzellen aus dem humanen Fruchtwasser, der Genetik in der Reproduktionsmedizin, der Bioethik, sowie durch seine Innovationen im Bereich der genetischen Routinediagnostik.

Markus Hengstschläger diplomierte am St. Anna Kinderspital Wien, wurde 1990 Universitätsassistent am Vienna Biocenter, promovierte mit 24 Jahren zum Doktor der Genetik und verbrachte danach einen Post-doc-Aufenthalt an der Yale-University (USA). Nach einer Anstellung als Universitätsassistent an der Universität Wien folgte 1998 die Ernennung zum außerordentlichen Universitätsprofessor und 2004 mit 35 Jahren die Berufung zum jüngsten Universitätsprofessor für Medizinische Genetik an der MedUni Wien. Seit mehreren Jahren ist er Leiter des Instituts für Medizinische Genetik und Leiter des Zentrums für Pathobiochemie und Genetik der MedUni Wien.

Neben seiner universitären Tätigkeit ist der vielfach ausgezeichnete Wissenschafter u.a. als stellvertretender Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung, stellvertretender Vorsitzender der österreichischen Bioethikkommission, Universitätsrat der Universität Linz sowie wissenschaftlicher Leiter des oberösterreichischen Think Tanks Academia Superior aktiv. Darüber hinaus ist er Wissenschaftsmoderator auf ORF Radio Ö1, Autor einer Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen in internationalen Topjournalen und Verfasser von drei Platz 1 Bestellern rund um das Thema „Genetik“, die mit Preisen wie „Buchliebling des Jahres“, „Goldenes Buch“ bzw. „Platines Buch“ ausgezeichnet wurden.