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Wissenschaftsministerium fördert Entwicklung von Prototypen durch Universitäten

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(Wien, 26-01-2017) Im Zuge der Prototypenförderung PRIZE unterstützt das Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium zwölf Universitätsprojekte mit insgesamt 1,3 Millionen Euro, um wirtschaftlich verwertbare Prototypen zu erstellen. Drei der Projekte laufen an der MedUni Wien.

„Die Bandbreite reicht von richtungsweisenden medizinischen Fortschritten über ausgeklügelte Neuerungen im Maschinenbau bis hin zu 3D-Druck und textilen Innovationen“, sagte Wissenschafts-, Forschungs- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner anlässlich der Entscheidung durch eine Expertenjury. „Prototypen zeigen die technische Machbarkeit und die Einsatzmöglichkeiten in der wirtschaftlichen Praxis auf. In der Praxis kommt jeder Durchbruch heimischen Klein- und Mittelbetrieben zugute, die in Österreich Arbeitsplätze schaffen“, betont Mitterlehner. Denn eine Grundvoraussetzung für PRIZE-Einreichungen ist der Bedarf der Technologie bei kleinen und mittleren Unternehmen.

„Mit PRIZE fördern wir die Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Universitäten wollen sowohl verstärkt kooperieren, als auch die Verantwortung für die Verwertung ihrer Forschungsergebnisse übernehmen. Dazu benötigen sie aber auch die Möglichkeit, die Marktfähigkeit der Erfindung optimal demonstrieren zu können. Daher setzen wir das universitäre Prototypenförderungsprogramm PRIZE um und fördern insgesamt zwölf Projekte, darunter vier Kooperationsprojekte“, erläutern Bernhard Sagmeister und Edeltraud Stiftinger, die Geschäftsführer der Förderbank Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws). Bei den Projekten werden bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten gefördert, die Laufzeit darf 18 Monate nicht überschreiten.

Die Schwerpunkte der drei geförderten MedUni-Wien-Projekte:

Allergieprävention durch orale Verabreichung von chemisch modifizierten Proteinen
(in Kooperation mit der Paris-Lodron-Universität Salzburg)
Aufgrund der stetig steigenden Anzahl allergischer PatientInnen, die in ihrer Gesundheit stark beeinträchtigt sind, ist es ein wichtiges Ziel der Forschung, weltweit die Neuentstehung von Allergie durch präventive Maßnahmen zu verhindern. Dieses Vorhaben einer „proof of concept“-Studie hat zum Ziel, die immunologischen Mechanismen oral verabreichter chemisch modifizierter Allergene im Detail zu definieren und die allergiepräventive Wirkung der Technologie zu bestätigen.
Projektleitung: Eva Untersmayr-Elsenhuber, Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie u. Immunologie /Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung

Unterdrückung der Zellteilung spezifischer Krebszellen durch Zyklotide
(in Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Universität)
Lymphome betragen etwa vier Prozent aller neu diagnostizierten Tumorerkrankungen pro Jahr. Im Fall der T-Zell-Lymphome liegt eine Entartung einer essentiellen Immunzellpopulation vor, nämlich der T-Zellen. Daher ist das Ziel dieses Projekts, das Wachstum dieser Tumorart zu unterdrücken und davon ausgehend die Grundlage für die Entwicklung eines neuen Peptid-Arzneistoffes zu bilden.
Projektleitung: Christian W. Gruber, Zentrum für Physiologie und Pharmakologie/Institut für Pharmakologie

In-vitro Testsystem für Kalzifizierungsprozesse
Krankhafte Kalzifizierungsprozesse sind im menschlichen Körper oft als Beginn einer Reihe von Erkrankungen zu sehen, die Organsysteme wie das Blutgefäßsystem, Herz und Niere betreffen können. Deshalb ist es wissenschaftlich wie wirtschaftlich von großem Interesse, neue Ansatzpunkte für rasche und kostengünstige Therapien dieser Erkrankungsgruppen zu finden, wie es mit dem In-vitro Testsystem für Kalzifizierungsprozesse möglich sein wird.
Projektleitung: Karin Macfelda, Department für Biomedizinische Forschung/Forschungsgruppe Zellbiologie

Die Prototypenförderung PRIZE des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMFWW) ist Teil des Programms "Wissenstransferzentren und IPR-Verwertung". Alle Details zum Programm gibt es online unter www.aws.at/prize