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Gastprofessur für Michael Trauner

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(Wien, 21-06-2017) Michael Trauner, Leiter der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der MedUni Wien, wurde mit einer 2-jährigen Gastprofessur an der Universität Oslo und dem dortigen Rikshospitalet betraut. Er wird dort in erster Linie das 2008 gegründete Norwegian Primary Sclerosing Cholangitis (PSC) Research Center wissenschaftlich begleiten.

Norwegen ist eines der Länder mit der weltweit höchsten Prävalenz und Expertise für diese Erkrankung. Trauner ist seit 2016 auch External Advisory Committee Member für das PSC Forschungsprogramm an der Division of Gastroenterology and Hepatology an der Mayo Clinic (USA) als einer der international führenden Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet.

Michael Trauner ist seit 2010 Professor für Innere Medizin mit Berücksichtigung für Gastroenterologie und Hepatologie an der MedUni Wien und leitet die Klinische Abteilung für Gastroenterologie der Universitätsklinik für Innere Medizin III am AKH Wien. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Rolle des Gallensäuren-Signalings als neuer therapeutischer Ansatz für cholestatische,  immunologische und metabolische Lebererkrankungen. Er ist als Projektleiter in zwei Sonderforschungsbereiche (Lipotoxizität, Transmembran-Transporter), ein Doktoratskolleg (Inflammation und Immunität), sowie mehrere internationale Verbundprojekte zur Erforschung der Fettleber und cholestatischer Lebererkrankungen wie der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC) und primär biliären Cholangitis (PBC) eingebunden.

Zur Person
Michael Trauner, geb. 1964 in Linz, promovierte 1991 an der Karl-Franzens-Universität Graz, wo er anschließend an der dortigen Universitätsklinik auch zum Facharzt für Innere Medizin ausgebildet wurde und die Zusatz-Facharztausbildung in Gastroenterologie und Hepatologie absolvierte. Zudem hat er einen dreijährigen Forschungsaufenthalt als Erwin-Schrödinger Stipendiat am Yale Liver Center & Dept. of Internal Medicine der Yale University School of Medicine (New Haven, CT, USA) absolviert, wo er sich mit den molekularen Mechanismen der Gallesekretion und deren Störungen im Rahmen cholestatischer Lebererkrankungen und bei Sepsis (Blutvergiftung) beschäftigte. Nach seiner Rückkehr aus den USA baute Trauner das Lebernetzwerk und eine international renommierte Forschungsgruppe auf dem Gebiet cholestatischer und metabolischer Lebererkrankungen zur Erforschung der Krankheitsmechanismen und Therapie von Ikterus (Gelbsucht) und Fettleber an der Medizinischen Universität Graz auf, wo er 2005-2010 eine Professur für das Fachgebiet Innere Medizin mit dem Schwerpunkt für Klinische und Molekulare Hepatologie inne hatte.