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Michael Wagner erhält Anerkennungspreis der Plattform für Patientensicherheit

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(Wien, 13-11-2017) Michael Wagner von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien/AKH Wien wurde beim Austrian Patient Safety Award der Österreichischen Plattform Patientensicherheit mit einem Anerkennungspreis für interprofessionelles Teamtraining in der Ausbildung ausgezeichnet.(Wien, 13-11-2017) Michael Wagner von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien/AKH Wien wurde beim Austrian Patient Safety Award der Österreichischen Plattform Patientensicherheit mit einem Anerkennungspreis für interprofessionelles Teamtraining in der Ausbildung ausgezeichnet.

Seit dem Wintersemester 2016 finden an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien interprofessionelle Simulationstrainings mit Studierenden der Medizinischen Universität Wien und Auszubildenden der Schule für Kinder-und Jugendlichenpflege am AKH Wien statt. In diesen Übungssequenzen wird ein pädiatrisches Simulationstraining mit dem Fokus auf Kindernotfälle durchgeführt, welches durch eine/n LehrerIn für Gesundheits- und Krankenpflege und eine/n MedizinerIn gemeinsam begleitet wird. Im klinischen Alltag bilden ÄrztInnen und PflegerInnen stets ein Team, in der Ausbildung werden sie aber professionenspezifisch unterrichtet. Der Ansatz des Projekts ist, schon frühzeitig eine gute Zusammenarbeit zu fördern, da dies sowohl auf die Versorgung der PatientInnen als auch auf das medizinische Personal selbst positive Auswirkungen hat.

Das Pilotprojekt ist auf Initiative von Michael Wagner in Zusammenarbeit mit Ulrike Salzer-Muhar (Leiterin Bereich Lehre Kinderklinik, wissenschaftliche Leiterin der Schule für Kinder- und Jugendlichenpflege), Angelika Berger (Leiterin der Klinischen Abteilung für Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie, Kinderklinik), Michaela Bilir (Direktorin der Schule für Kinder- und Jugendlichenpflege) sowie Claudia Chlebecek und Helmut Beichler (beide Lehrende für Gesundheits- und Krankenpflege), Katharina Bibl und Simon Stocker (Simulationsteam, Klinischen Abteilung für Neonatologie, Pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie, Kinderklinik) entstanden.

Über die Plattform
Die Österreichische Plattform Patientensicherheit ist ein unabhängiges, nationales Netzwerk. Diesem gehören die wesentlichen Einrichtungen und ExpertInnen des österreichischen Gesundheitswesens an, die sich mit PatientInnen- und MitarbeiterInnen-Sicherheit beschäftigen. Im Zentrum der Arbeit steht die Förderung der PatientInnen- und MitarbeiterInnen-Sicherheit durch Forschung, Koordination von Projekten, Vernetzung und Information. 

Forschungsfunding und Young Investigator Award
Im Juni 2017 hat Michael Wagner ein Forschungsfunding für eine pädiatrische Reanimationsstudie an der MedUni Wien von der Laerdal Foundation eingeworben. Die Foundation unterstützt Projekte, die aufgrund ihrer Hypothese und Methodik vielversprechend sind einen Beitrag zu den internationalen Reanimationsleitlinien zu leisten um dadurch eine Erhöhung des Patienten-Outcomes zu erreichen. In die Studie konnten 653 TeilnehmerInnen eingeschlossen werden und sie steht kurz vor der Publikation in einem hochrangigen Journal. Für das selbe Projekt wurde Michael Wagner mit dem Young Investigator Award der Gesellschaft MProve (MultiProfessional Simulation in Neonatal Education) in Southampton, UK, ausgezeichnet. 

Trainingssituation am Frühgeborenensimulator "Paul"

Zur Person
Dr. Michael Wagner ist in der Ausbildung zum Facharzt für Pädiatrie an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Abteilung für Neonatologie, pädiatrische Intensivmedizin und Neuropädiatrie. Sein Studium hat er an der Medizinischen Universität Wien im Jahr 2014 abgeschlossen. Zusätzlich ist er gerade dabei sein PhD Studium zum Thema neonatale Simulation, Reanimation und Patientensicherheit abzuschließen. Seit 2013 arbeitet er im pädiatrischen Simulationszentrum Wien, wo er Trainingskurse für Medizinstudierende, KrankenpflegeschülerInnen, ÄrztInnen, MitarbeiterInnen der Krankenpflege und Hebammen koordiniert und durchführt. Im Jahr 2015 war er Gründungsmitglied des Netzwerk Kindersimulation, welches zum Ziel hat Standards und Forschung im Bereich simulations-basierte Trainings und Ausbildung zu etablieren und zu fördern. Momentan ist er ebenso Vorstandsmitglied des Netzwerks.

Zusätzlich ist er zertifizierter Instruktor des European Resuscitation Councils für die Kursformate European Paediatric Advanced Life Support und Newborn Life Support und hat ein Zertifikat als Simulationsinstruktor.

Weitere Forschungsprojekte zum Thema Reanimation, Simulation und Patientensicherheit werden in Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern durchgeführt und wurden bereits in hochrangigen medizinischen Journals publiziert. Im September 2017 konnte gemeinsam mit anderen KollegInnen in der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde eine Arbeitsgruppe für pädiatrische Simulation und Patientensicherheit initiiert werden.