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Be Curious Award an Aleksej Drino

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Bild: Merck GmbH

(Wien, 26-03-2018) Bei der Verleihung der Be Curious Awards wurde Aleksej Drino von der Medizinischen Universität Wien mit dem ersten Platz ausgezeichnet. Der von der Firma Merck gestiftete Preis richtet sich an NachwuchsforscherInnen aus den Bereichen Healthcare, Life Sciences oder Performance Material, die Lösungsansätze für globale Herausforderungen erarbeiten. 

Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien und Vorsitzender der Jury, sowie Wolfgang Wein, Geschäftsführer von Merck Österreich, übergaben die Preise an die drei Gewinner. Merck hatte den Preis im letzten Jahr ins Leben gerufen.  

Platz 1 ging an Aleksej Drino von der Abteilung für Zell- und Entwicklungsbiologie der Medizinischen Universität Wien für seine Arbeit „tiRNA molecules as mediators of liquid-liquid phase transition under conditions of stress“.

Aleksej Drino über seine Arbeit: „Bei vielen neurodegenerativen Erkrankungen, u.a. Amyloidose, Alzheimer und Parkinson, werden Störungen der Proteinstruktur beobachtet. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass ‚Stress-Granules’ (SG) bei der Entstehung dieser Erkrankungen eine Rolle spielen. SG sind körnchenartige Strukturen, die in der Zelle entstehen, wenn diese unter Stress gerät und sich die Produktion der Protein-kodierenden Ribonukleinsäuren (RNA) umstellt. Im Zentrum meines Forschungsinteresses steht die Rolle von tRNA-Fragmenten (tRNA = Transfer-RNAs, kurze Ribonukleinsäuren) im Hinblick auf den ‚Stress-Granule-Metabolismus’ der Zellen. Die tRNA-Fragmente, die ich mit Hilfe einer Kombination von biochemischen, strukturellen und mikroskopischen Ansätzen genauer untersuchen will, sind die sogenannten tiRNAs; diese entstehen, wenn tRNAs bei Stress gespalten werden. Mein Forschungsansatz würde nicht nur neue Erkenntnisse über den Prozess der Stressantwort unseres Organismus liefern, sondern auch neue Einblicke in die Pathogenese neurodegenerativer Erkrankungen ermöglichen. Weiters könnten diese Experimente die Möglichkeit eröffnen, durch gezielte Modifizierung von kleinen RNA-Molekülen neue RNA-basierte Medikamente zu entwickeln.“

Platz 2 erhielten Angelika Gebhart und Selma Toy von der Höheren Technischen Lehranstalt Rosensteingasse für ihre Arbeit „Untersuchung der Interaktionen zwischen MYC und dem IKK-Komplex“.


Platz 3 wurde an Vadim Kotov, Universität Wien/Institute for Molecular Biotechnology (IMBA)/CSSB Hamburg, für seine Arbeit „T3SS Filament as an Anti-Virulence Drug Target“ verliehen.

Die Preise sind mit insgesamt 9.000 Euro dotiert.