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Heinz Burgmann übernimmt Professur für Innere Medizin mit Schwerpunkt Infektionen und Tropenmedizin

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(Wien, 30-03-2018) Heinz Burgmann übernimmt mit 1. April 2018 die Professur für Innere Medizin mit Schwerpunkt Infektionen und Tropenmedizin an der MedUni Wien. Gleichzeitig wird er Leiter der Klinischen Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin der Universitätsklinik für Innere Medizin I.

Heinz Burgmann studierte Medizin in Wien und begann seine medizinische Karriere am Institut für Medizinische Physiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. Die Vorlesungen von Wolfgang Graninger weckten sein Interesse für die klinische Infektiologie, was ihn dazu brachte, eine Assistentenstelle an der Klinischen Abteilung für Infektionen und Chemotherapie (heute Infektionskrankheiten und Tropenmedizin) anzutreten.

1993/94 vertiefte Burgmann während eines Auslandsaufenthaltes in Thailand (Faculty of Tropical Medicine, Mahidol Universität, Bangkok) sein Wissen. So war es ihm möglich, unterschiedliche Tropenerkrankungen wie Lepra, Malaria, Amöbenleberabszesse, Dengue-Fieber usw. anhand von klinischen Visiten zu sehen und zu behandeln. Durch die Kooperation mit dem profilierten Malariaforscher Sornchai Looarreesuwan von der Mahidol Universität in Bangkok entstanden wissenschaftliche Publikationen auf dem Gebiet der Pathophysiologie der komplizierten Plasmodium falciparum Malaria, die Burgmann 1997 zu seiner Habilitationsschrift für Innere Medizin (Abschluss der Facharztausbildung 1996) mit dem Thema „Zytokin Modulation bei Plasmodium falciparum Malaria“ zusammenfasste.

Seine Rotationen im Rahmen der Ausbildung zum Internisten führten ihn auf die Klinische Abteilung für Angiologie, die Universitätsklinik für Notfallmedizin, auf die Intensivstation 13I2 und auf die Universitätsklinik für Immundermatologie (HIV-Station). Zusatzfachausbildungen auf den Gebieten der Internistischen Intensivmedizin (2003), Infektionen und Tropenmedizin (2007) sowie der Klinischen Pharmakologie (2011) folgten.

Seit 1996 leitete Burgmann mehrmals die Bettenstation der Klinischen Abteilung für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin als stationsführender Oberarzt. Seit 1996 ist er auch mit der Aufgabe als infektiologischer Konsiliardienst für das AKH Wien sowie für telefonische Anfragen auswärtiger Spitäler betraut. Zusätzlich initiierte und leitete er seit 1998 die Spezialambulanz „Impfberatung für immunsupprimierte Risikopatienten“. Seit 2013 ist Heinz Burgmann als stellvertretender Leiter der Klinischen Abteilung für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin der Universitätsklinik für Innere Medizin I tätig, die er zuletzt auch interimistisch leitete.

Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt in der translationalen Forschung in Diagnose und Therapie komplexer Infektionen. In diesem Zusammenhang ist die zunehmende antimikrobielle Resistenz eine zunehmende weltweite Bedrohung und gefährdet oftmals den Erfolg moderner medizinischer Therapieverfahren. So beschäftigt sich Burgmann intensiv mit der präklinischen und klinischen Entwicklung neuer Antiinfektiva. Unter anderem ist er Inhaber von einigen Patenten auf Antibiotika.

Diesem zunehmenden Einfluss der klinischen Infektiologie auf den Erfolg moderner medizinischer Heilverfahren soll auch durch eine verstärkte Abbildung des Faches im medizinischen Curriculum Rechnung getragen werden. Nur hervorragend ausgebildete StudentInnen können mit den Herausforderungen sich ständig ändernder Infektionserkrankungen fertig werden.

„Wir wollen durch multipel-vernetzte, translationale, patientenorientierte Forschung neue Therapieformen für die sich ständig verändernden, infektiologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts entwickeln“, beschreibt Burgmann seine wissenschaftlichen Ziele, „nur so ist gewährleistet, dass unsere Patienten nicht nur State of the Art, sondern nach letztem Stand der Wissenschaft behandelt werden können. Wichtig ist, dass moderne klinisch-infektiologische Forschung bei den Patienten an- und ihnen zu Gute kommt."

„Meine Vision ist es, die klinische Abteilung für Infektionen und Tropenmedizin als dynamische und innovative Spitzenabteilung in Forschung, Lehre und Patientenbetreuung national und international zu platzieren und sichtbar zu machen“, erklärt Burgmann.