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Igor Grabovac übernimmt Funktion in der European Public Health Association

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(Wien, 22-03-2018) Igor Grabovac, Assistenzarzt der Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin, wurde in das Steering Committee „Sexual and Gender Minority Health“ Group der European Public Health Association (EUPHA) gewählt.

Lesbische, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Intersexuelle und Queer Personen (LGBTIQ) sind in allen gesellschaftlichen Schichten, unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer, religiöser und sozioökonomischer Zugehörigkeit, zu finden. Als eine Gemeinschaft sind sie jedoch großen gesundheitlichen Disparitäten ausgesetzt. Zahlreiche internationale Forschungen haben darauf hingewiesen, dass LGBTIQ-Personen im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung ein höheres Risiko für Krebs, sexuell übertragbare Krankheiten, Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Mobbing, Isolation, Ablehnung, Depressionen, Angststörungen, Essstörungen und Selbstmord haben. Da Gesundheitsfachkräfte LGBTIQ- vereinzelt stigmatisieren, diskriminieren, ein vermindertes Wissen haben und daher auf die spezifischen Bedürfnisse nicht eingehen können, erhält diese Menschengruppe öfters eine schlechtere Gesundheitsversorgung.

Da sich dieses Forschungsgebiet noch immer sehr stark weiterentwickelt, hat die European Public Health Association (EUPHA) die "Sexual and Gender Minority Health" Gruppe in 2015 gegründet und beschlossen, das Kompetenzniveau durch ein internationales Steering Committee zu stärken. Dieses setzt sich aus internationalen ExpertInnen von renommierten Universitäten (Yale University, University Glasgow, National University of Ireland Galway, University of Michigan, Andalusian School of Public Health, Exeter University und Medizinische Universität Wien) zusammen, die Leitlinien für die Public-Health-Praxis und Forschung erstellen. Das Steering Committee dient als Beirat für die EUPHA und schafft eine internationale Plattform für LGBTIQ-Forschungsprojekte.

Zur European Public Health Association (EUPHA)
Die European Public Health Association ist eine Dachorganisation von Verbänden und Public-Health-Instituten in Europa. Gegenwärtig hat die EUPHA 79 Mitgliedsorganisationen aus 46 Ländern, die mehr als 19.000 Public-Health-ExpertInnen zusammenbringt. Hauptziel ist die Förderung eines internationalen multidisziplinären Ansatzes für die Public-Health-Praxis. Österreich ist mit der Österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) vertreten.

Zur Person
Dr. med. Dr. scient. med. Igor Grabovac studierte Humanmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Zagreb in Kroatien. Nach Abschluss seines Studiums und des klinischen Praktikums wurde er 2014 zum Doktoratsstudium der angewandten medizinischen Wissenschaft (Thematisches Programm: Public Health) zugelassen. Er arbeitete als Assistenzarzt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitätsklinik für Innere Medizin II, bevor er seine Facharztausbildung in Public Health an der Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin, Zentrum für Public Health, begann. Seit 2017 ist er Koordinator der Kompetenzgruppe „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ der ÖGPH. Im Jahr 2018 verteidigte er seine Dissertation mit dem Titel "Prevalence and determinants of addictive behavior in people living with human immunodeficiency virus in Austria" (Betreuer: Thomas Dorner). Igor Grabovac unterrichtet in Block 6, Block 22/23, FBL und hält Diversity-Ringvorlesungen.