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Österreichische Gesellschaft für Unfallchirurgie zeichnet ExpertInnen der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie aus

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(Salzburg, 25-10-2018) Im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie in Salzburg wurden gleich drei hochkarätige Preise für herausragende wissenschaftliche Arbeiten an MitarbeiterInnen der Klinischen Abteilung für Unfallchirurgie der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie vergeben. Stephan Frenzel erhielt den Wissenschaftspreis für die beste klinische Arbeit, Thomas Haider wurde der Wissenschaftspreis für die beste experimentelle Arbeit verliehen, und Gerhild Thalhammer gewann den Posterpreis der diesjährigen Jahrestagung.

Die Wissenschaftspreise für die beste klinische und experimentelle Arbeit gingen an Stephan Frenzel und Thomas Haider. Beide prämierte Arbeiten entstanden innerhalb der Polytrauma-Forschungsgruppe und der Leitung von Lukas Negrin. „Diese beiden Arbeiten liefern wichtige neue Erkenntnisse zur Diagnostik und Bestimmung der Verletzungsschwere bei PatientInnen mit schwersten Verletzungen“, fasst Lukas Negrin, Letztautor beider Arbeiten, die Studienergebnisse zusammen. In der Arbeit „Does the applied polytrauma defnition notably influence outcome and patient population? – a retrospective analysis.“ konnte Stephan Frenzel die großen Unterschiede der bestehenden Polytrauma-Klassifikationen, welche für die weitere Therapieplanung und wissenschaftliche Aufarbeitung entscheidend sind, insbesondere in Hinblick auf Mortalität und Hospitalisierung darstellen. Die Wertigkeit eines systemisch zirkulierenden Proteins, die soluble Form des ST2-Rezeptors sST2, als Biomarker bei polytraumatisierten PatientInnen konnte in der Arbeit „Increased serum concentrations of soluble ST2 are associated with pulmonary complications and mortality in polytraumatized patients.“ aufgezeigt werden.

Gerhild Thalhammer, Leiterin der unfallchirurgischen Handambulanz, erhielt für ihre Arbeit „Mittel- und langfristige Ergebnisse nach transossärer TFCC Refixation“ den Posterpreis. Verletzungen im Bereich des TFC-Komplexes (TFCC), welcher entscheidend an der Handgelenksstabilisierung beteiligt ist, zählen zu den schwerwiegendsten Verletzungen des Handgelenkes. Unbehandelt führen diese Verletzungen zu chronischer Instabilität, Schmerzen und Funktionsverlust des Handgelenkes. Im Rahmen ihrer Studie konnte Gerhild Thalhammer erstmalig langfristige Ergebnisse nach der aufwändigen, arthroskopisch-assistierten Rekonstruktion des TFCCs darstellen und zeigen, dass das die transossäre Nahttechnik auch im Langzeitverlauf sehr gute Ergebnisse mit sich bringt.