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Erster Start Up Grant der Forschungsplattform Transplantation geht an Andreas Heinzel

Projekt zur Erforschung des allgemeinen T-Zell-Repertoires
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Start Up Grant Forschungsplattform Transplantation
v.li.: Rainer Oberbauer, Michaela Fritz, Andreas Heinzel, Thomas Wekerle. Copyright: MedUni Wien/Hörmandinger.

(Wien, 16-09-2020) – Die 2019 neu gegründete Forschungsplattform Transplantation der Medizinischen Universität Wien hat zum Ziel, den wissenschaftlichen Nachwuchs auf dem Gebiet der Transplantforschung zu fördern. Ein wichtiges Instrument dazu sind die „Start up Grants“, die mit 10.000 Euro dotiert sind. Den ersten hat nun Andreas Heinzel von der Universitätsklinik für Innere Medizin III der MedUni Wien (Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse) nach unabhängiger Evaluation durch das Board der Plattform zugesprochen bekommen.

Der Grant dient dazu, neue Forschungsergebnisse zu generieren, die als Grundlage für die zukünftige Einwerbung von Drittmitteln dienen sollen. Am heutigen Mittwoch bekam Heinzel die Auszeichnung von Michaela Fritz, Vizerektorin für Innovation und Forschung, und den Koordinatoren der Forschungsplattform Transplantation, Rainer Oberbauer und Thomas Wekerle, verliehen.

Über das ausgezeichnete Projekt
Im Zuge des durch den Startup Grant der Forschungsplattform Transplantation ermöglichten Projekts von Andreas Heinzel wird das allgemeine T-Zell Rezeptor-Repertoire gegen das Humane Polyomavirus 1 (BKV) erforscht. Konkret werden mononukleäre Zellen des peripheren Blutes von Nierentransplant Empfängern, welche eine rezente BKV Reaktivierung hatten, gewonnen und in-vitro mit BKV Antigenen stimuliert. Die antigenresponsiven Zellen werden in weiterer Folge mit Hilfe von modernen Sequenzierungstechniken analysiert um die Sequenzen der T-Zell Rezeptoren zu entschlüsseln. Diese Sequenzen ermöglichen es in weiterer Folge die BKV spezifischen T-Zell Repertoire unterschiedlicher Probanden zu vergleichen und etwaige geteilte (allgemeine) Rezeptoren zu identifizieren.

Die Entschlüsselung dieses allgemeinen Repertoires wird neue Ansätze für die differentielle Diagnostik von BK-Nephropathie und T-Zell mediierter Abstoßung ermöglichen und als Grundlage für eine BKV spezifisches Immunüberwachung dienen. Des Weiteren wäre die Existenz eines solchen öffentlichen Repertoires ein wichtiger Puzzlestein für die Verwendung von Virus-spezifischen Zellprodukte von Dritten zur Behandlung von persistenten viralen Infektionen.
Ausschreibung für 2020 gestartet

Die aktuelle Ausschreibung für den Start up Grant der Forschungsplattform Transplantation für 2020 läuft auch bereits – alle Infos für BewerberInnen finden Sie hier.

Zur Person
Andreas Heinzel wurde in Salzburg geboren und hat an der FH OÖ Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien in Hagenberg mit dem Master of Science abgeschlossen. Aktuell arbeitet und studiert Heinzel in einem Doktoratsprogramm an der Abteilung für Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse der MedUni Wien.