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Das beste Management von Ungeborenen mit Wachstumseinschränkung finden

ExpertInnen der Geburtshilfe und Feto-Maternalen Medizin der MedUni Wien an internationaler Studie beteiligt
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(Wien, 28-01-2021) An der Klinischen Abteilung für Geburtshilfe und Feto-Maternale Medizin der Medizinischen Universität Wien ist die international renommierte TRUFFLE Study (trial of randomized umbilical and fetal flow in Europe) angelaufen. Ziel ist es, das optimale Management von Ungeborenen mit später Wachstumseinschränkung zu erarbeiten. Die Studie wird von Christoph Lees vom Imperial College London koordiniert und an 60 europäischen Zentren durchgeführt. An der MedUni Wien wird sie von Julia Binder geleitet.

„Die späte fetale Wachstumsrestriktion stellt einen wichtigen Risikofaktor für den intrauterinen Fruchttod, neonatale Morbidität und ungünstiges neurologisches Langzeitoutcome der betroffenen Kinder dar“, erklärt Julia Binder, Leiterin der Ambulanz für Fetale Medizin an der Abteilung. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine eindeutigen Studienergebnisse darüber, welchem Management der Vorzug gegeben werden soll – dem abwartenden Management mit engmaschigen Ultraschallkontrollen oder der vorzeitigen Entbindung. Dies ist jedoch eine weitreichende Entscheidung, da die Konsequenzen einer inadäquat frühen oder zu späten Entbindung für die langfristige Gesundheit von Kindern mit Wachstumseinschränkung schwerwiegend sein können.

Weitere Klarheit soll nun die randomisiert-kontrollierte TRUFFLE-2 Studie bringen. Ein interdisziplinäres Team der Geburtshilfe (Julia Binder, Petra Pateisky, Kinga Chalubinski und Pilar Palmrich), sowie der Neonatologie (Kathrin Klebermass-Schrehof, Angelika Berger) im Comprehensive Center for Pediatrics (CCP) ist mit der Betreuung und Versorgung dieser Kinder rund um die Geburt betraut und erhofft sich nun, im Rahmen dieser Studie Kenntnisse über die Verbesserung des Managements dieser Kinder zu erlangen.