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Katharina Dörr erhält Bernd Tersteegen-Preis 2021

Auszeichnung für Studie durch den Verband Deutscher Nierenzentren
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(Köln, 29-11-2021) Katharina Dörr, Internistin an der Klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse der Universitätsklinik für Innere Medizin III von MedUni Wien und AKH Wien, wurde für ihre Studie „Randomized Trial of Etelcalcetide for Cardiac Hypertrophy in Hemodialysis” vom Verband Deutscher Nierenzentren mit dem Bernd Tersteegen-Preis 2021 ausgezeichnet.

Mit dem jährlich ausgeschriebenen Bernd Tersteegen-Preis soll international die theoretische, vor allem aber die anwendungsorientierte Forschung zu aktuellen Themen der chronischen Niereninsuffizienz und im Besonderen auf dem Gebiet der ambulanten Nierenersatztherapie gefördert werden. Der Preis wurde im Rahmen des Nephrologischen Jahresgesprächs des Verbands Deutscher Nierenzentren in Köln verliehen.

Voranschreiten der Herzmuskelverdickung bei DialysepatientInnen kann medikamentös gebremst werden
PatientInnen mit chronischer Nierenfunktionseinschränkung entwickeln häufig eine Verdickung des Herzmuskels, eine sogenannte Linksventrikelhypertrophie. Das ist insbesondere bei niereninsuffizienten PatientInnen in spätem Stadium, also bei jenen, die eine Nierenersatztherapie wie die Hämodialyse („Blutwäsche“) benötigen, besonders ausgeprägt. Die Gefahr dieser Herzmuskelverdickung liegt in einer deutlichen Erhöhung des Risikos für akute Herz-Kreislauferkrankungen wie zum Beispiel plötzlichem Herztod. PatientInnen an der Hämodialyse haben etliche Risikofaktoren für die Entwicklung einer solchen Herzmuskelverdickung. Einer davon ist die Erhöhung des sogenannten Fibroblast-Growth-Factor 23 (FGF23), eines Proteins, das mit schlechter werdender Nierenfunktion steigt. FGF23 kann jedoch durch Medikamente in verschiedene Richtungen beeinflusst werden.

Die Studie wurde an der Klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse an der Universitätsklinik für Innere Medizin III von MedUni Wien und AKH Wien zwischen 2017 und 2019 durch Katharina Dörr aus der Arbeitsgruppe von Rainer Oberbauer durchgeführt und im renommierten Journal „Circulation Research“ (Impact Factor 17,4) publiziert, wo sie mit dem Best Manuscript Award 2021 ausgezeichnet wurde.

Zur Person
Katharina Dörr wurde 1990 in Krakau, Polen, geboren. Zwischen 2008 und 2014 studierte sie Humanmedizin an der MedUni Wien. Seit 2015 ist sie an der klinischen Abteilung für Nephrologie und Dialyse der Universitätsklinik für Innere Medizin III der MedUni Wien tätig. 2020 schloss sie sowohl ihr PhD-Studium im "Doctoral Programme of Applied Medical Science – Cardiovascular and Pulmonary Disease " als auch ihr Masterstudium in Gesundheitsmanagement ab. Im Sommer 2021 beendete sie ihre Facharztausbildung und ist seitdem als Fachärztin an der Nephrologie tätig. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Rainer Oberbauer untersucht sie im Rahmen von klinischer Forschung kardiovaskuläre Pathologien bei terminal nierenkranken PatientInnen. Neben ihrer Forschungstätigkeit beteiligt sie sich an der Lehre im Rahmen des Humanmedizinstudiums.