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Frauenministerin Raab und MedUni Wien/AKH Wien starten Projekt "Brustkrebs-Forum"

Webinar-Reihe für mehr Bewusstsein, Wissen und Aufklärung zum Thema Brustkrebs
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(Wien, 08-09-2021) In Österreich ist jede achte Frau im Laufe ihres Lebens mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Eine am 27. September 2021 unter Leitung von Matthias Preusser, Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie der Universitätsklinik für Innere Medizin I, und Rupert Bartsch, Programmdirektor für Mammakarzinome der Klinischen Abteilung für Onkologie der Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien, startende Webinarreihe unter dem Titel „Brustkrebs-Forum“ will daher für mehr Bewusstsein und Aufklärung zu Themenbereichen wie Brustkrebsvorsorge, Diagnose und Behandlung sorgen. Unterstützt wird die Aktion mit Mitteln aus dem Frauenressort von Frauenministerin Susanne Raab, sie wird auch am ersten Webinar am Montag, 27. September (17-18 Uhr) teilnehmen, in dessen Rahmen das Thema „Brustkrebsscreening – lebensrettend oder unsinnig?“ besprochen wird.

Im Projekt "Brustkrebs-Forum" geht es vornehmlich darum, neue Forschungsergebnisse und
-erkenntnisse auf wissenschaftlicher Basis von Top-ExpertInnen aus ganz Österreich für Laien aufbereitet zu vermitteln – und dadurch beizutragen, dass BrustkrebspatientInnen noch besser als bisher über ihre Erkrankung und die damit verbundenen Herausforderungen Bescheid wissen. Preusser: „Wir wollen und können die Sicherheit vermitteln, dass die angebotenen Informationen von Top-ExpertInnen zum Thema Brustkrebs kommen. Und damit steigern wir gleichzeitig die Sicherheit der Betroffenen im Umgang mit der eigenen Erkrankung.“

Frauenministerin Susanne Raab: „Die frühe Diagnose und eine niederschwellige Aufklärung über die Krankheit erhöhen die Heilungschancen für betroffene Frauen. Darauf wollen wir vermehrt aufmerksam machen und das Bewusstsein für die Bedeutung der Vorsorge schärfen. Das Brustkrebs-Forum der MedUni Wien bietet kompakte und leicht verständliche Informationen für Betroffene, Familienangehörige sowie Menschen mit erhöhtem Risiko und trägt darüber hinaus zur weiteren Aufklärung der breiten Öffentlichkeit bei.“

„Krebsforschung und Onkologie sind zentrale Anliegen der MedUni Wien. Wir treiben hier viele Forschungsprojekte voran und veranstalten jährlich den Krebsforschungslauf als Charity-Event, um mit Hilfe der Bevölkerung zusätzliche Mittel für die Erforschung von Krebs zu bekommen und die Entwicklung von präzisen Therapien zu ermöglichen. Aufklärung und Prävention einer breiten Zielgruppe sind enorm wichtige begleitende Maßnahmen“, betont Michaela Fritz, Vizerektorin für Forschung und Innovation an der Medizinischen Universität Wien.

„Am Universitätsklinikum AKH Wien ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass die Behandlung und Betreuung von PatientInnen mit Krebserkrankungen stetig vorangetrieben wird. Insbesondere die Präzisionsmedizin und die damit in Zusammenhang stehenden Innovationen werden am Universitätsklinikum forciert und umgesetzt“, so Herwig Wetzlinger, Direktor der Teilunternehmung AKH Wien. „Diese innovativen Möglichkeiten tragen zu einem tieferen Verständnis der Erkrankung und damit auch zu einer besseren Vorsorge und Prävention bei. Dieses Wissen rund um Therapieoptionen und Präventionsmaßnahmen zugänglich zu machen, ist ein wichtiger Baustein in der onkologischen Versorgung“, Gabriela Kornek, Ärztliche Direktorin des Universitätsklinikums AKH Wien.

12 Module – Teilnahme nach Anmeldung kostenlos, Interaktion möglich
Geplant sind 12 Online-Webinare, die auch für einen späteren Abruf auf dem YouTube-Kanal der MedUni Wien aufgezeichnet werden. In jedem Modul geht es um ein konkretes, aktuelles Brustkrebs-Thema. Die Teilnahme ist online und kostenlos möglich, die Vorträge werden auf dem aktuellsten wissenschaftlichen Stand der Forschung, aber laienverständlich abgehalten. Während der jeweils einstündigen Webinare ist es möglich, interaktiv über die Chatfunktion Fragen zu stellen.

Hier finden Sie alle weiteren Termine und Themen https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/events/2021/brustkrebs-forum/

Die Webinar-Reihe ist vorerst bis zum 15. Juni 2022 geplant, dann hält Matthias Preusser das Abschlussmodul, das auch in sechs Sprachen – Englisch, Arabisch, Türkisch, Serbisch, Kroatisch, und Bosnisch – übersetzt wird.

Über Brustkrebs
In Österreich erkranken jährlich rund 5.600 Frauen an Brustkrebs und etwa 1.600 sterben an den Folgen der Krankheit. Mit einem Anteil von etwa 29 % an allen Tumoren war Brustkrebs im Jahr 2018 die häufigste Krebserkrankung bei Frauen (Quelle: Statistik Austria). Mit 17 % aller Krebssterbefälle bei Frauen ist Brustkrebs die häufigste Krebstodesursache bei Frauen. 2018 waren auch 63 Männer mit dieser Diagnose konfrontiert. In den vergangenen Jahren konnten die Überlebensraten bei Brustkrebs dank neuer Behandlungs- und Diagnostikmethoden wie etwa der Immuntherapie und Früherkennungsprogrammen leicht gesteigert werden.