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Rupert Lanzenberger übernimmt Professur im Fachbereich Klinische Neurowissenschaften

Experte mit Schwerpunkt molekulare und funktionelle Bildgebung im Bereich der Psychiatrie
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(Wien, 08-09-2021) Rupert Lanzenberger, Neurowissenschafter mit Schwerpunkt molekulare und funktionelle Bildgebung im Bereich der Psychiatrie an der Medizinischen Universität Wien, übernahm mit 1. September eine Professur gem. § 99 Abs. 4 im Fachbereich „Klinische Neurowissenschaften“ an der MedUni Wien. Er leitet das Forschungslabor für molekulare, funktionelle und translationale Bildgebung des Gehirns an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

„Wir leben in einer wissenschaftlich gesehen außerordentlich spannenden Zeit, insbesondere im Bereich der Neurowissenschaften. Wissenschaftliche Durchbrüche waren oft durch völlig neue technische Möglichkeiten bedingt, und ich denke, wir haben jetzt diese phantastischen Werkzeuge im Bereich der molekularen und funktionellen Bildgebung des humanen Gehirns und der Genetik und Epigenetik zur Verfügung, um psychiatrische Krankheiten und deren Therapien auch reduktionistisch in einem fundamentalen Sinne besser zu verstehen“, sagt Lanzenberger. „Ich hoffe dazu beitragen zu können, die Zusammenarbeit zwischen dem „Medical Neuroscience Cluster“ und dem „Medical Imaging Cluster“ an der MedUni Wien weiter zu intensivieren“, so Lanzenberger, der mit seinem Team in engster Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin und dem Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik versucht, neueste Technologien im Bereich der Bildgebung bei psychiatrischen PatientInnen aber auch bei gesunden ProbandInnen für wissenschaftliche Grundfragen über die Funktion des Gehirns anzuwenden. „Die exzellente Zusammenarbeit zwischen vielen neurowissenschaftlich interessierten KlinikerInnen und ExpertInnen aus verschiedenen technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen hat eine lange und sehr erfolgreiche Tradition an der Medizinischen Universität Wien. Unsere Alma Mater hat beste Chancen, wesentliche Beiträge zum Verständnis und für die Behandlung psychiatrischer und neurologischer Erkrankungen zu liefern, die das Leben von Patientinnen und Patienten im Zeitalter der Präzisionsmedizin wirklich entscheidend ändern werden“, betont Lanzenberger.

Zur Person
Rupert Lanzenberger hat an der Universität Wien Medizin und Biologie studiert, promovierte 1998 in Medizin, habilitierte sich 2010 in Neurowissenschaften an der Medizinischen Universität Wien und wurde 2012 zum assoziierten Professor ernannt. Als Postdoc war er u.a. am Ludwig-Boltzmann-Institut für Funktionelle Hirntopographie der Universitätsklinik für Neurologie, Medizinische Fakultät der Universität Wien und am australischen Queensland Brain Institute in Brisbane tätig. Seit 2005 leitet er an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Universität Wien die NeuroImaging Labs mit Schwerpunkten in den Bereichen psychiatrische Erkrankungen, Psychopharmaka-Effekte und multimodale Bildgebung des Gehirns. Er ist Mitglied in zahlreichen internationalen Forschungsgesellschaften, Editorial Boards von Top-Journalen und Beratungsgremien von Forschungsförderungsorganisationen, und wurde für seine Forschung 2018 mit der Aufnahme in die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste geehrt. Seine internationale Forschungs- und Kooperationstätigkeit spiegelt sich in 256 peer-reviewed Publikationen mit Koautorinnen und –autoren aus mehr als 140 Forschungsinstitutionen in über 30 Ländern wider (H-Index 54, >10500 Zitationen, kumulierter Impaktfaktor ~1400).