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Auszeichnungen für Johanna Strobl von der der Universitätsklinik für Dermatologie

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Preisverleihung ÖGAI Dissertationspreis, im Bild v.l.n.r.: Simona Saluzzo (ÖGAI Vorstand), Johanna Strobl, Erika Jensen-Jarolim (ÖGAI Präsidentin). Photo (C) Veronika Maierhofer.

(Wien, 07-12-2021) Johanna Strobl, Assistenzärztin an der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien, erhält eine Clinician Scientist Fellowship der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie und wurde mit dem Dissertationspreis der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie ausgezeichnet.

Das Clinician Scientist Fellowship der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie fördert jährlich ein Projekt auf dem Gebiet Dermatologie/Venerologie. In Johanna Strobls Projekt "Cutaneous Borreliosis and Syphilis - deciphering immune evasion in emerging human spirochetal disease" geht es um die Immunantwort auf zwei Erkrankungen, die zu den Spirochätosen zählen (Erkrankungen, die durch Spirocheten ausgelöst werden) und in den vergangenen Jahren weltweit starke Anstiege in Infektionszahlen verzeichnen. In beiden Erkrankungen – Borreliose und Syphilis – induziert eine natürliche Infektion keine protektive Immunantwort, d.h. PatientInnen sind nicht vor einer erneuten Infektion geschützt. Strobl und ihre KollegInnen planen eine multimodale Analyse der Immunantwort in frühen und späten Infektionsstadien sowie im Gewebe geheilter PatientInnen, um mögliche Ansatzpunkte für die Entwicklung von Impfstoffen zu finden.

Der Dissertationspreis der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie wird jährlich an bis zu zwei Arbeiten vergeben.
Strobls Dissertation wurde gemeinsam mit der Dissertation von Alexandra Gülich (Institut für Immunologie der MedUni Wien) ausgezeichnet. Die Arbeit mit dem Titel "From Immunosuppression to Inflammation: Human tissue-resident memory T cells" entstand in der Arbeitsgruppe von Georg Stary an der Universitätsklinik für Dermatologie, dem CeMM Center for Molecular Medicine und dem Ludwig Boltzmann Institute for Rare and Undiagnosed Diseases. Strobl untersuchte gewebeständige T-Zellen im Steady-state (in gesundem Gewebe), während Immunsuppression im Rahmen der allogenen Stammzelltransplantation und in Entzündungsreaktionen, insbesondere der Spender-gegen-Empfänger Reaktion.

Zur Person
Johanna Strobl studierte von 2008 bis 2015 Humanmedizin an der Medizinischen Universität Wien mit Auslandsaufenthalten an der University of Stellenbosch (Kapstadt, Südafrika) und der University of Washington (Seattle, WA). Ihr PhD-Studium in der Arbeitsgruppe von Georg Stary schloss sie 2020 ab und ist seit 2019 als Assistenzärztin an der Universitätsklinik für Dermatologie tätig. Für ihre Forschungsarbeit wurde Johanna Strobl mehrfach ausgezeichnet, z.B. mit dem Egon Macher Preis der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung und dem Young Investigator Award der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie. Sie ist Präsidentin der jungen Sektion der Österreichischen Gesellschaft für Immunologie und Allergologie (Next Generation Immunologists) sowie Gründungsmitglied der Young European Federation of Immunological Societies (yEFIS). Im November 2021 wurde sie von der MedUni Wien als Researcher of the Month ausgezeichnet.