(Wien, 02-02-2026) Philipp Emanuel Bartko hat mit 1. Februar 2026 die Professur für Strukturelle Herzerkrankungen (§ 99 - 1) an der Medizinische Universität Wien übernommen. Diese Professur adressiert ein hochinnovatives und dynamisch wachsendes Gebiet der Kardiologie, das sich mit der Diagnostik und Behandlung struktureller Erkrankungen des Herzens, insbesondere von Herzklappenerkrankungen, befasst.
Strukturelle Herzerkrankungen zählen zu den zentralen Krankheitsbildern der kardiovaskulären Medizin und erfordern zunehmend individualisierte, häufig minimalinvasive Therapiekonzepte. Die moderne Versorgung basiert dabei auf der engen kollaborativen Abstimmung konservativer, interventioneller und chirurgischer Behandlungsstrategien sowie auf hochspezialisierter kardiovaskulärer Bildgebung und Risikostratifizierung.
Philipp Bartko leitet an der Universitätsklinik für Innere Medizin II das Programm für strukturelle Herzerkrankungen sowie die interventionelle Therapie struktureller Herzerkrankungen. In dieser Funktion ist er maßgeblich an der Diagnostik, interdisziplinären Planung und Entwicklung entsprechender transkatheter-basierter Therapiekonzepte beteiligt. Die Zusammenarbeit im Rahmen des Comprehensive Center for Cardiovascular Medicine (CCVM) spielt dabei eine wichtige Rolle, insbesondere im Bereich der fachübergreifenden Abstimmung von klinischer Versorgung, Forschung und universitärer Lehre. Ebenso erfolgt die kollaborative Entscheidungsfindung im „Heart Team“ unter Einbindung der Fachdisziplinen Kardiologie, Herzchirurgie, Anästhesie, Radiologie, Gefäßchirurgie und Angiologie, um individuelle Therapiekonzepte zu entwickeln. Durch eben diese interdisziplinäre Zusammenarbeit konnten mehrere neuartige interventionelle Verfahren gemeinsam entwickelt, implementiert und klinisch etabliert werden. Damit nimmt die Medizinische Universität Wien eine führende Innovationsrolle auf dem Gebiet struktureller Herzerkrankungen ein – sowohl national als auch international. Zu den implementierten Verfahren zählen unter anderem die transfemorale Trikuspidal- und Mitralklappenimplantation sowie Segelmodifikationsverfahren.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Professur liegt auf transkatheter-basierten Klappeninterventionen, einschließlich transkatheter-gestützter Klappenimplantationen. Das Arbeitsfeld umfasst insbesondere komplexe und Hochrisiko-Interventionen, kombinierte Eingriffe sowie die Behandlung von Patient:innen mit fortgeschrittener struktureller Herzerkrankung. Diese Verfahren werden in einem hochmodernen Hybrid-OP durchgeführt.
Einen besonderen Schwerpunkt legt Philipp Bartko auf die Lehre an der Medizinischen Universität Wien sowie auf das Mentoring von Medizinstudierenden, PhD-Studierenden und Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung. Darüber hinaus wurde ein internationales Fellowship-Programm im Bereich struktureller Interventionen etabliert.
Nach dem Medizinstudium und dem PhD-Programm in Vascular Biology absolvierte Philipp Bartko ein Postdoc-Fellowship an der Harvard University und dem Massachusetts General Hospital (Advanced Valve Disease Research Fellowship, Schrödinger-Stipendium).
In Forschung und Lehre befasst sich Bartko mit der Pathophysiologie, Quantifizierung und Prognose struktureller Herzerkrankungen sowie mit der Weiterentwicklung innovativer diagnostischer und therapeutischer Strategien. Die Professur trägt damit zur Weiterentwicklung eines zentralen Innovationsfeldes der kardiovaskulären Medizin an der Medizinischen Universität Wien bei.