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Georg Hansmann übernimmt die Professur für Pädiatrische Kardiologie an der MedUni Wien

Georg Hansmann übernimmt die Professur für Pädiatrische Kardiologie an der MedUni Wien Ausgewiesener Experte für Herzinsuffizienz und translationale kardiovaskuläre Biomedizin
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Wien, 15-01-2026) – Georg Hansmann tritt die Professur für Pädiatrische Kardiologie (§98) an der Medizinischen Universität Wien an. Gleichzeitig übernimmt er die Leitung der Klinischen Abteilung für Pädiatrische Kardiologie mit dem Kinderherzzentrum an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der MedUni Wien. Mit seiner Berufung stärkt die MedUni Wien die Kinderherzmedizin am Universitätsklinikum AKH. Ziel ist es, gemeinsam mit der Universitätsklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie und weiteren Abteilungen das bestehende Kinderherzzentrum zu einem international renommierten Pediatric Heart Center Vienna weiterzuentwickeln – mit Fokus auf exzellente Patient:innenversorgung, translationale Forschung und innovative Lehre.

Klinisch liegt Georg Hansmanns Schwerpunkt auf der Behandlung angeborener Herzfehler und seltener kardiopulmonaler und vaskulärer Erkrankungen – von der Pränataldiagnostik über neue interventionelle und chirurgische Verfahren sowie innovativer Pharmakotherapie, bis hin zur Herz- oder Lungen-Transplantation. Ein besonderer translationaler Fokus gilt der Entwicklung und erstmaligen Anwendung regenerativer Strategien wie der Therapie mit mesenchymalen Stammzellen aus der Nabelschnur.

Mit dem geplanten neuen Zentrum für Pulmonale Hypertonie, Herzinsuffizienz und Transplantation setzt Georg Hansmann noch einmal einen besonderen klinischen Schwerpunkt für pädiatrische Patient:innen am AKH Wien, vom Neugeborenen bis ins junge Erwachsenenalter. Parallel dazu baut er das Programm für Translationale Kardiovaskuläre Biomedizin auf, das vier Forschungsschwerpunkte vereint: Regenerative Medizin, Immunmodulation und Transplantation, Vaskuläre Biomedizin sowie Angeborene Herzfehler. Ziel ist es, innovative Therapien für bisher fatale oder nicht kurativ behandelbare Erkrankungen zu entwickeln.

Auch in der Lehre will Georg Hansmann Akzente setzen – etwa durch strukturierte Fellowships, internationale Austauschprogramme für Clinician Scientists und die frühe, longitudinale Einbindung von Medizinstudierenden in die Versorgung von Kindern mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Ich freue mich außerordentlich, diese Pläne nun an einem Spitzenzentrum wie der MedUni Wien und dem Universitätsklinikum AKH mit meinem Team und den Kolleg:innen anderer Fachdisziplinen umzusetzen“.

Zur Person
Georg Hansmann wuchs im Raum Düsseldorf auf und studierte Humanmedizin in Freiburg, wo er auch in der Pharmakologie über vaskuläre P2-Rezeptoren promovierte. Nach klinischen Stationen in Berlin und München war er über acht Jahre an führenden US-Universitäten klinisch und wissenschaftlich tätig (UC San Francisco, Stanford und Harvard University). 2010 habilitierte er an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Nach seiner Rückkehr war er 11 Jahre, zuletzt als Leitender Oberarzt, in der Klinik für Pädiatrische Kardiologie und Intensivmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) tätig. Im Januar 2024 wechselte er an die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg in die Kinderkardiologie. Seit Mai 2025 ist er Visiting Professor an der Harvard Medical School, Boston, und seit November 2025 zudem Bereichsleiter am Universitätsklinikum Tübingen.

Für seine klinisch-wissenschaftlichen Leistungen wurde Georg Hansmann und sein Team vielfach national und international ausgezeichnet, u.a. mit dem Cournand & Comroe Prize der American Heart Association, dem SPR Research Award der Society for Pediatric Research, dem Werner Forßmann-Preis der Universität Bochum, und den AEPC Best Paper Award der Association for European Pediatric and Congenital Cardiology. Seit 2014 wird seine Forschung kontinuierlich durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) u.a. gefördert.