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MedUni Wien ehrt Inventors of the Year 2025

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Bild: MedUni Wien/Harson
v.l.n.r.: Vizerektorin Michaela Fritz, Michael Pircher, Andreas Pollreisz, Elisabeth Brunner und Rektor Markus Müller

(Wien, 14-01-2026) Elisabeth Brunner, Andreas Pollreisz und Michael Pircher sind die Inventors of the Year 2025 der MedUni Wien. Sie wurden für ihre Entwicklungen im Bereich der Next-Generation-Hochauflösenden Optischen Kohärenztomographie Bildgebung der menschlichen Retina ausgezeichnet. Diese Technologie erlaubt erstmals eine nicht-invasive, in-vivo- Darstellung von einzelnen Zellen und Mikrostrukturen innerhalb der Retina.

Elisabeth Brunner, Michael Pircher (beide Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik) und Andreas Pollreisz (Universitätsklinik für Augenheilkunde) entwickelten ein neuartiges Bildgebungsverfahren der menschlichen Retina (Netzhaut), das es erstmals ermöglicht, bislang nicht darstellbare Mikrostrukturen und Zellen mittels modifizierter Adaptiver-Optik assistierter Optischer Kohärenztomographie (AO-OCT) sichtbar zu machen. Als Teil des zentralen Nervensystems enthält die Retina zelluläre und mikrostrukturelle Merkmale, die Krankheitsprozesse weit über das Auge hinaus widerspiegeln können. Die In-vivo-Visualisierung dieser Mikrostrukturen ist äußerst anspruchsvoll, da die Netzhaut nahezu transparent ist und viele dieser kleinsten Strukturen einen zu geringen Kontrast aufweisen, um mit bestehenden Verfahren abgebildet zu werden.

Die neue Technologie ermöglicht erstmals, feinste neuronale, entzündliche und vaskuläre Zellstrukturen der Netzhaut beim Menschen nicht-invasiv, schmerzlos und innerhalb einer Aufnahmezeit von weniger als 2 Sekunden sichtbar zu machen – mit einer Detailtiefe, die bisher nur mittels Gewebebiopsien und anschließenden hochkomplexen Laborverfahren bekannt war. Durch die Kombination aus hochauflösender retinaler Bildgebung mit künstlicher Intelligenz-gestützter automatisierter Analyse könnte diese Technologie neue Erkenntnisse über ein breites Spektrum neurologischer, ophthalmologischer, renaler und kardiovaskulärer Erkrankungen ermöglichen. Darüber hinaus besteht das Potenzial, Forschungs- und Entwicklungsprozesse dieser Pathologien in der Medizin und der pharmazeutischen Industrie erheblich zu beschleunigen und zu verbessern.

Mit dem Ziel, die neue Technologie schnell in die Praxis zu bringen, gründeten die Erfinder – unterstützt durch eine AWS-PreSeed-Förderung und dem Technologietransfer der MedUni Wien – in kürzester Zeit ein Spin-off, Thyra Imaging. 

Inventors of the Year 2025

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