(Freiburg/Wien, 13-03-2026) Matthias Farlik-Födinger, Forschungsgruppenleiter an der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien, wurde für seine Arbeiten von der Arbeitsgemeinschaft dermatologische Forschung mit dem Paul Langerhans Preis ausgezeichnet. Der Preis wurde im Rahmen der Jahrestagung in Freiburg verliehen.
Der von der ADF seit 2003 jährlich ausgeschriebene und von der Amgen GmbH gestiftete Paul-Langerhans-Preis würdigt herausragende, kontinuierliche und innovative dermatologische Forschung von Wissenschaftler:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Mitte ihrer akademischen Laufbahn. Der Forschungspreis richtet sich an ADF-Mitglieder unter 50 Jahren, die eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe leiten, jedoch keine Klinik oder Abteilung führen, und berücksichtigt bis zu fünf in den vergangenen fünf Jahren entstandene Publikationen, bei denen die Bewerber:innen Erst- oder Senior-Autor:in sind. Über die Vergabe entscheidet nach formaler Prüfung ein unabhängiges wissenschaftliches Kuratorium anhand von Kriterien wie Gesamtleistung, Relevanz, Originalität und wissenschaftlicher Qualität der Arbeiten.
Zur Person
Matthias Farlik-Födinger studierte Mikrobiologie und Genetik an der Universität Wien und promovierte im Labor von Thomas Decker mit Forschung zu genregulatorischen Prozessen in Makrophagen bei Infektionen. Als Postdoc am CeMM entwickelte er im Team von Christoph Bock neue Sequenzierungstechnologien zur epigenetischen Charakterisierung von Zellen und arbeitete interdisziplinär an der Aufklärung von Entwicklungsprozessen gesunder und kranker Zellen sowie an den molekularen Grundlagen seltener, von Makrophagen verursachter Erkrankungen.
Seit 2019 leitet er als Forschungsgruppenleiter an der Universitätsklinik für Dermatologie der Medizinischen Universität Wien das INIMAC-Labor, das die Rolle angeborener Immunzellen wie Makrophagen und natürlicher Killerzellen in der Tumormikroumgebung und bei Infektionskrankheiten untersucht.
Seine Arbeiten erschienen in renommierten Fachjournalen wie Science, Cancer Discovery, Immunity, Cell Stem Cell und Molecular Cancer; zudem wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Award of Excellence des österreichischen Wissenschaftsministeriums, dem Ursula-und-Fritz-Melchers-Preis, dem Forschungspreis der Österreichischen Gesellschaft für Molekulare Biowissenschaften und Biotechnologie (ÖGMBT) und dem MEDA-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie. Er ist außerdem Vorstandsmitglied der ÖGMBT und Mitglied des Comprehensive Cancer Center von MedUni Wien und AKH Wien.