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Österreich als kleine, aber international sichtbare Wissenschaftsnation

Neuer Elsevier-Länderreport zeigt besondere Stärke der MedUni Wien und der medizinischen Universitäten in hochwirksamer Gesundheitsforschung
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Bild: MedUni Wien/Glassner

(Wien, 08-05-2026) Der neue Elsevier-Länderreport „Austria as a science and technology nation“ bestätigt Österreichs starke internationale Position als Wissenschafts- und Technologienation. Mit rund 0,8 Prozent der weltweiten wissenschaftlichen Produktion und einer Zitierwirkung 54 Prozent über dem globalen Durchschnitt ist Österreich international überdurchschnittlich sichtbar. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Medizinische Universität Wien und die medizinischen Universitäten Österreichs, die laut Report hohe Publikationsintensität mit starker Zitierwirkung verbinden.

Der Länderreport ist Teil der „Science Nation“-Reihe von Elsevier und analysiert Forschungs- und Innovationssysteme im internationalen Vergleich. Grundlage sind bibliometrische Daten unter anderem aus Scopus und SciVal. Bewertet werden Publikationsleistung, Zitierwirkung, internationale Kooperation, Zusammenarbeit mit Unternehmen, Patentbezüge, Policy-Zitationen sowie strategische Forschungsfelder wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Biotechnologie und kritische Materialien.

Für Österreich beschreibt der Report ein arbeitsteiliges Wissenschaftssystem: Volluniversitäten sichern Breite und wissenschaftliche Vielfalt, technische Universitäten und angewandte Forschungseinrichtungen sind besonders stark an der Schnittstelle zu Industrie und Innovation, während medizinische Universitäten hochwirksame Gesundheitsforschung prägen.

Medizinische Forschung als zentraler Impact-Faktor
Besonders deutlich wird die Bedeutung der Medizin im Forschungsfeld „Clinical & Health“. Es ist laut Report das größte und zugleich zitierstärkste Forschungsfeld Österreichs. Mit einem FWCI von 1,93 trägt es wesentlich zur überdurchschnittlichen Gesamtwirkung des österreichischen Wissenschaftssystems bei.

Auch institutionell zeigt sich diese Stärke: Die MedUni Wien bildet gemeinsam mit der Universität Wien den Kern der österreichischen Publikationsleistung. Mehrere medizinische Universitäten zählen laut Report zudem zu jenen Einrichtungen, die bei der feldgewichteten Zitierwirkung besonders stark abschneiden. Der Report führt dies insbesondere auf international stark vernetzte klinische, medizinische und lebenswissenschaftliche Forschungsbereiche zurück.

MedUni Wien im Bereich Biotechnologie führend
Eine besonders sichtbare Position nimmt die MedUni Wien im Bereich Biotechnologie ein. Laut Report ist sie in diesem strategisch wichtigen Forschungsfeld mit 500 Publikationen und einem FWCI von 2,47 die publikationsstärkste Einrichtung Österreichs. Biotechnologie wird im Report als bedeutender Teil der österreichischen Life-Sciences-Landschaft beschrieben, getragen von medizinischer und biologischer Forschung.

Damit zeigt der Bericht, dass die MedUni Wien sowohl wesentlich zur österreichischen Publikationsleistung beiträgt, als auch in einem international relevanten Schlüsselbereich eine führende Rolle einnimmt.

Forschung mit gesellschaftlicher Wirkung
Der Report macht zudem sichtbar, dass österreichische Forschung über die Wissenschaft hinaus wirkt: 8,9 Prozent der österreichischen Forschung werden in Policy-Dokumenten zitiert. Damit liegt Österreich über dem EU- und dem globalen Durchschnitt. Für die medizinischen Universitäten ist das besonders relevant, weil Gesundheitsforschung eine wichtige Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen im Gesundheitsbereich bildet.

Zum Report
„Austria as a science and technology nation“ ist Teil der „Science Nation“-Reihe von Elsevier. Die Analyse wurde im Februar 2026 erstellt und basiert – mit Ausnahme des Abschnitts zu Spin-offs und Start-ups – auf quantitativen Indikatoren aus Elsevier-Plattformen wie Scopus und SciVal.
https://www.elsevier.com/academic-and-research-leader/science-nation