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Pollenservice Wien

Wir bieten Ihnen hier Pollenflugvorhersagen und Empfehlungen, die auf wissenschaftlich ausgewerteten Daten sowie unserer Expertise basieren. Ziel ist es Betroffene von Pollenallergien in Wien möglichst umfassend, treffsicher und unentgeltlich zu informieren.

Video Highlight: Blüte der Föhre 2026

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Die Blütenstände der Föhre setzen Pollen in großen Mengen frei, wie hier an der Pollenwolke bei Berührung sichtbar wird (Video ©Katharina Bastl (MedUni Wien/Pollenservice Wien)).

Die Föhre blüht hauptsächlich im Mai und ist eine der Arten, die für die gelblichen Niederschläge im Außenbereich, den so genannten Schwefelregen, verantwortlich sind. Aus allergologischer Sicht sind die Pollen der Föhre jedoch unbedenklich. 

Aktueller Pollenflug

MONTAG, 01. JUNI
Pollentypen:Gräser, Pilzsporen, Götterbaum

LEGENDE

kaum/kein Pollenflug
Pollenflug
hoher Pollenflug

Aus aktuellem Anlass:

In Wien blüht derzeit der Götterbaum, ein invasiver Neophpyt, der im 18. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa eingeführt wurde und mittlerweile auch verwildert in Österreich vorkommt. Die Bäume vertragen das Stadtklima gut, da sie relativ resistent gegen Salz, Trockenheit und Herbizide sind und auch die Luftverunreinigungen in Städten besser vertragen als manch andere Pflanzen. Obwohl der Götterbaum insektenbestäubt ist setzt er große Mengen an Pollenkörnern frei, die auch in deutlich nachweisbaren Mengen in Pollenfallen auftreten.
In seiner Heimat China gibt es höhere Sensibilisierungsraten auf Götterbaumpollen und er ist dort als Allergen bekannt. Auch aus dem Nahen Osten (Iran), Südeuropa (Italien und Griechenland) und Zentraleuropa (Deutschland) gibt es Studien bezüglich Allergien auf Götterbaumpollen. In den letzten Jahren wurde besonders in Deutschland in wissenschatlichen Publikationen auf Sensibilisierungen auf Pollen des Götterbaumes hingewiesen. Dort wird er vor allem in Großstädten bereits als eine Pflanze gehandhabt, die im Zuge des Klimawandels eine zusätzliche Allergenquelle darstellen kann. 


Abbildung: Glatthafer (Arrhenatherum elatius): typischer Habitus von Glatthafer (links), eine blühende Ähre (Mitte) und Makroaufnahme eines blühenden Ährchens (rechts; die purpurfarbene Anthere lässt den Pollen frei)

Mittel- und langfristige Prognose
Diese Prognose gibt Ihnen einen Überblick für einen längeren Zeitraum, damit Sie besser planen können.

Schwankender Pollenflug diese Woche!

Allgemeine Situation: das Hauptallergen sind die Gräser und die Pilzsporen. Die unbeständige Wetterphase setzt sich fort, der Pollenflug wird immer wieder reduziert.

Die Gräser sind in ihrer Hauptblütezeit: dieses Jahr ist auffällig, dass viele, verschiedene Gräserarten gleichzeitig blühen und manche früher als sonst üblich wie zum Beispiel das Weidelgras. Das bedeutet immerhin ein früheres Ende der Hauptblüte, wenn sich dieser Trend fortsetzt. Der Mix an Gräserpollen und vor allem das Weidelgras macht es es Betroffenen schwer, denn die Pollenkonzentrationen an sich sind durch die Trockenheit nicht so hoch wie erwartet. Aktuell blühen die Trespen, Knäuelgras, Glatthafer, die Schwingel, das Reitgras, die Quecken und Weidelgras.
Auf Wiesen blüht auch der Ampfer.
Wegerich hat ebenso zu blühen begonnen. Man findet ihn in Grünstreifen und auf Wiesen.

Die Getreidefelder wie zB. Roggen blühen. Getreidepollen ist generell größer und wird nicht so weit transportiert. Allerdings können allergische Symptome in der Nähe zu blühenden Feldern verstärkt werden.

Der Götterbaum hat in Wien zu blühen begonnen und verursacht ebenfalls Pollenflug. Besonders im Stadtgebiet wo die Bäume häufiger vorkommen werden nun steigende Pollenkonzentrationen erwartet. Die Blüte hat durch die Hitze bedingt eher früh begonnen.

Tanne, Fichte und Föhre können größere Mengen an Pollen freisetzen, die sich als gelblicher Niederschlag, dem so genannten Schwefelregen, auf Oberflächen im Außenbereich zeigt. Aus allergologischer Sicht ist dieser Schwefelregen jedoch unbedenklich.

Die Pappelwatte fliegt, wie man lokal beobachten kann. Es handelt sich nicht um Pollen, sondern um Samen und Samenfäden. Sie selbst ist unbedenklich, oft wird sie mit einer Allergie in Zusammenhang gebracht, weil relativ zeitgleich Gräserpollenflug stattfindet.

Die Pilzsporenkonzentrationen bleiben vorerst auf moderaten Werten.

Hinweis für Ausflüge in die Berge: in höheren Lagen blühen die Gräser zwar noch nicht (so intensiv), allerdings blüht dort die Grünerle. Das berichtet der Pollenwarndienst Salzburg der Universität Salzburg. Alle mit Erlenpollenallergie sollten also mittlere und höhere Lagen meiden.

Pollenflug Steckbrief

Gräser:
Stand der Blüte: Hauptblütezeit/Pollenflug
Trend: konstant
Zeitpunkt des Startes der Blüte: im langjährigen Schnitt

Pilzsporen:
Stand der Saison: Hauptzeit/Sporenflug
Trend: zunehmend
Zeitpunkt des Startes der Saison: im langjährigen Schnitt

Die üblichen Pollenflugzeiten finden Sie in unserem Pollenflugkalender.

Pollenspektrum:
Es befindet sich auch Pollen von Fichte, Föhre, Robinie, Linde, Holunder, der Sauergräser, der Rosen-, der Nessel- und der Eiben-/Zypressengewächsen in der Luft.

Derzeitiges Hauptallergen: Gräser

Die Gräserpollenallergie ist die häufigste Pollenallergie in Wien!
Pollenflugzeit in Wien:
April bis September; Ziergräser verlängern die Blühzeit bis in den Herbst hinein!

Vorkommen in Wien: Die Süßgräser (Poaceae) sind weit verbreitet und so gut wie überall anzutreffen. Hotspots sind Naturdenkmäler, Parks, die Donauufer und natürlich sämtliche Flächen (Wiesen/Rasen), die selten gemäht werden.

Wer sind „die Gräser“?
Es gibt viele Gattungen und Arten von Bedeutung für Betroffene, zumal jeder Einzelne unterschiedlich auf verschiedene Vertreter der Familie reagieren kann. Jene Gräser, die von größter Bedeutung für die Pollenallergie sind, werden im Folgenden genannt.Wiesenrispengras (Poa pratensis): blüht von April bis Juni. Es ist ein für Rasen und Weiden häufig gesätes Süßgras.
Gewöhnliches Knäuelgras (Dactylis glomerata): blüht von Mai bis Juni. Es ist häufig vertreten (vor allem auf Wiesen, Wegrändern, Ruderalstellen).
Gewöhnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius): blüht von Mai bis Juli. Glatthafer wächst gerne auf Weiden und Lichtungen.
Schwingel (Festuca sp.): blühen von Mai bis Juli. Diese Gattung ist sehr artenreich und mag Feuchtwiesen wie Trittrasen, aber auch Auwälder und Wegränder.
Weidelgras/Lolch (Lolium perenne): blüht von Juni bis Juli. Weidelgras wächst häufig auf Wiesen und Weiden und wird auch als Weidegras genutzt.
Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense): blüht von Juni bis August. Lieschgras ist ein allergologisch sehr bekanntes Gras, aber in Wien in Bezug auf die Häufigkeit eher untergeordnet ein Thema. Wiesen-Lieschgras bevorzugt eher naturbelassene Standorte.
Hundszahngras (Cynodon dactylon): blüht von Juli bis August. Hundszahngras ist ein Neophyt in Europa und ein Licht- und Wärmezeiger.
Getreidearten (Roggen, Weizen und Mais): Auch Getreide zählen zu den Süßgräsern. Getreidefelder um Wien herum können verstärkt für lokalen Pollenflug sorgen, auch wenn der Pollen von Getreide meist größer ist und daher nicht so weit transportiert wird. Roggen blüht üblicherweise Mai-Juni, Weizen Juni-Juli und Mais im Juli-August.

Kreuzreaktivität zu Pollen anderer Pflanzen: Graspollen ist sehr kreuzreaktiv zu sämtlichem Pollen anderer Gräser

Derzeitiges Hauptallergen: Pilzsporen

Pollenflugzeit in Wien: Mai bis Oktober

Vorkommen in Wien: Die Schimmelpilze, die hier im Fokus stehen, gedeihen auf Vegetation. Das reicht von Blumenerde bis zu Getreidefeldern. Hinweis: Die Konzentrationen der Pilzsporen in der Außenluft haben nichts mit etwaigen Belastungen und Vorkommen von Schimmelpilzen in Innenräumen zu tun.

Wer sind „die Pilzsporen“?
Die Sporen der Schimmelpilze Alternaria und Cladosporium sind allergologisch von Bedeutung, vor allem Erstere. Die hier beschriebenen Pilzsporen sind die wichtigsten in Bezug auf die Außenluft. Es gibt diverse Pilzsporen, die in Innenräumen vorhanden sind bzw. die sich auf Nahrungsmitteln ausbreiten. Neben Allergien können Schimmelpilze auch eine toxische Wirkung bis hin zur Mykose (Befall der inneren Organe) zur Folge haben.
Alternaria gehört zu den Schwärzepilzen. Er wächst vor allem auf Vegetation und verursacht Pflanzenkrankheiten und kann auch zu Ernteausfällen führen (Obst, Getreide). Da er sich gerne auch auf trockenen Pflanzen befindet, sollte man als Betroffener vom Rasenmähen absehen. Man findet Alternaria aber auch im Wohnbereich.
Cladosporium gehört ebenso zu den Schwärzepilzen. Er fühlt sich in Wäldern, Gärten und Sumpfgebieten wohl. Er ist der häufigste Schimmelpilz in der Außenluft.

Kreuzreaktivität: Grundsätzlich besteht Kreuzreaktivität zu Sporen anderer Schimmelpilze (z.B. Aspergillus, Epicoccum).

  • Der Pollenservice Wien ist Teil der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der MedUni Wien.
  • Die Zusammenarbeit mit der GeoSphere Austria umfasst den Abgleich von Vorhersagen sowie den Austauch von Pollen- und Wetterdaten.
  • Der Pollenservice Wien ist offizieller Kooperationspartner des Gesundheitsdienstes (MA15) der Stadt Wien.