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Pollenservice Wien

Wir bieten Ihnen hier Pollenflugvorhersagen und Empfehlungen, die auf wissenschaftlich ausgewerteten Daten sowie unserer Expertise basieren. Ziel ist es Betroffene von Pollenallergien in Wien möglichst umfassend, treffsicher und unentgeltlich zu informieren.

Video Highlight: Blüte der Föhre 2026

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Die Blütenstände der Föhre setzen Pollen in großen Mengen frei, wie hier an der Pollenwolke bei Berührung sichtbar wird (Video ©Katharina Bastl (MedUni Wien/Pollenservice Wien)).

Die Föhre blüht hauptsächlich im Mai und ist eine der Arten, die für die gelblichen Niederschläge im Außenbereich, den so genannten Schwefelregen, verantwortlich sind. Aus allergologischer Sicht sind die Pollen der Föhre jedoch unbedenklich. 

Aktueller Pollenflug

MONTAG, 22. JUNI
Pollentypen:Gräser, Pilzsporen

LEGENDE

kaum/kein Pollenflug
Pollenflug
hoher Pollenflug

Aus aktuellem Anlass:

Die Blüte der Waldgräser hat begonnen. Hier sieht man exemplarisch die blühende Waldgerste (links), blühendes Hainrispengras (rechts oben) und die blühende Waldzwenke (rechts unten)

Betroffene einer Gräserpollenallergie sollten keinesfalls außer Acht lassen, dass Gräser auch im Wald vertreten sind. Die Blüte dieser Waldgräser hat begonnen und reicht üblicherweise von Juni bis in den September. Auch hier gibt es eine Reihe an verschiedenen Arten, die von Relevanz sind, darunter das Hainrispengras, das Waldknäuelgras, die Waldzwenke, die Waldgerste, die Schmielen oder auch das Perlgras. Gräser sorgen auch für messbaren Pollenflug in und um Wälder, vor allem auf Lichtungen. Das hat unser lieber Kollege Helmut Zwander vom Pollenwarndienstes Kärnten, vor etlichen Jahren dokumentiert. Interessierte können hier nachlesen.


Abbildung: Blühendes Reitgras (Calamagrostis sp.): es wächst in Horsten und man findet es in Wien häufig auch angepflanzt wie hier auf der Abbildung. Reitgras kann recht lange blühen und blüht derzeit immer noch.

Mittel- und langfristige Prognose
Diese Prognose gibt Ihnen einen Überblick für einen längeren Zeitraum, damit Sie besser planen können.

Die Hauptblüte der Gräser klingt aus!

Allgemeine Situation: Derzeitige Hauptallergene sind die Gräser und die Pilzsporen

Die Hauptblütezeit der Gräser endet. Mit Pollenflug (wenn auch deutlich weniger als zuvor) ist allerdings schon noch länger zu rechnen. Es blühen noch die Schwingel, das Reitgras, die Quecken, Weidelgras und einige Ziergräser. Die Blüte der Gräser verlagert sich an halbschattige und schattige Orte, was vor allem bei Spaziergängen in Wäldern bedacht werden sollte. 

Der Mais blüht. Maispollen wird aufgrund seiner Größe nicht weit transportiert. In der Nähe blühender Maisfelder können sich allergische Symptome jedoch verstärken.

Auf den Wiesen stehen Ampfer und Wegerich in Blüte, deren Pollen bei Gräserpollenallergiker:innen Kreuzreaktionen verursachen kann.

Die Edelkastanie blüht nun ab. Aufgrund einer Kreuzreaktion können Personen mit Birkenpollenallergie wieder Symptome entwickeln und auf Edelkastanienpollen reagieren.

Die Pilzsporen nehmen an Bedeutung zu. Vor allem Cladosporium und Alternaria Sporen befinden sich in der Luft.

Pollenflug Steckbrief

Gräser:
Stand der Blüte: Hauptblütezeit/hoher Pollenflug
Trend: konstant
Zeitpunkt des Startes der Blüte: im langjährigen Schnitt

Pilzsporen:
Stand der Saison: Hauptzeit/Sporenflug
Trend: steigend
Zeitpunkt des Startes der Saison: im langjährigen Schnitt

Die üblichen Pollenflugzeiten finden Sie in unserem Pollenflugkalender.

Pollenspektrum:
Es befindet sich auch Pollen von Rohrkolben, Linde, der Sauergräser, der Nessel-, der Gänsefuß- und der Eiben-/Zypressengewächsen in der Luft.

Derzeitiges Hauptallergen: Gräser

Die Gräserpollenallergie ist die häufigste Pollenallergie in Wien!
Pollenflugzeit in Wien:
April bis September; Ziergräser verlängern die Blühzeit bis in den Herbst hinein!

Vorkommen in Wien: Die Süßgräser (Poaceae) sind weit verbreitet und so gut wie überall anzutreffen. Hotspots sind Naturdenkmäler, Parks, die Donauufer und natürlich sämtliche Flächen (Wiesen/Rasen), die selten gemäht werden.

Wer sind „die Gräser“?
Es gibt viele Gattungen und Arten von Bedeutung für Betroffene, zumal jeder Einzelne unterschiedlich auf verschiedene Vertreter der Familie reagieren kann. Jene Gräser, die von größter Bedeutung für die Pollenallergie sind, werden im Folgenden genannt.Wiesenrispengras (Poa pratensis): blüht von April bis Juni. Es ist ein für Rasen und Weiden häufig gesätes Süßgras.
Gewöhnliches Knäuelgras (Dactylis glomerata): blüht von Mai bis Juni. Es ist häufig vertreten (vor allem auf Wiesen, Wegrändern, Ruderalstellen).
Gewöhnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius): blüht von Mai bis Juli. Glatthafer wächst gerne auf Weiden und Lichtungen.
Schwingel (Festuca sp.): blühen von Mai bis Juli. Diese Gattung ist sehr artenreich und mag Feuchtwiesen wie Trittrasen, aber auch Auwälder und Wegränder.
Weidelgras/Lolch (Lolium perenne): blüht von Juni bis Juli. Weidelgras wächst häufig auf Wiesen und Weiden und wird auch als Weidegras genutzt.
Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense): blüht von Juni bis August. Lieschgras ist ein allergologisch sehr bekanntes Gras, aber in Wien in Bezug auf die Häufigkeit eher untergeordnet ein Thema. Wiesen-Lieschgras bevorzugt eher naturbelassene Standorte.
Hundszahngras (Cynodon dactylon): blüht von Juli bis August. Hundszahngras ist ein Neophyt in Europa und ein Licht- und Wärmezeiger.
Getreidearten (Roggen, Weizen und Mais): Auch Getreide zählen zu den Süßgräsern. Getreidefelder um Wien herum können verstärkt für lokalen Pollenflug sorgen, auch wenn der Pollen von Getreide meist größer ist und daher nicht so weit transportiert wird. Roggen blüht üblicherweise Mai-Juni, Weizen Juni-Juli und Mais im Juli-August.

Kreuzreaktivität zu Pollen anderer Pflanzen: Graspollen ist sehr kreuzreaktiv zu sämtlichem Pollen anderer Gräser

Derzeitiges Hauptallergen: Pilzsporen

Pollenflugzeit in Wien: Mai bis Oktober

Vorkommen in Wien: Die Schimmelpilze, die hier im Fokus stehen, gedeihen auf Vegetation. Das reicht von Blumenerde bis zu Getreidefeldern. Hinweis: Die Konzentrationen der Pilzsporen in der Außenluft haben nichts mit etwaigen Belastungen und Vorkommen von Schimmelpilzen in Innenräumen zu tun.

Wer sind „die Pilzsporen“?
Die Sporen der Schimmelpilze Alternaria und Cladosporium sind allergologisch von Bedeutung, vor allem Erstere. Die hier beschriebenen Pilzsporen sind die wichtigsten in Bezug auf die Außenluft. Es gibt diverse Pilzsporen, die in Innenräumen vorhanden sind bzw. die sich auf Nahrungsmitteln ausbreiten. Neben Allergien können Schimmelpilze auch eine toxische Wirkung bis hin zur Mykose (Befall der inneren Organe) zur Folge haben.
Alternaria gehört zu den Schwärzepilzen. Er wächst vor allem auf Vegetation und verursacht Pflanzenkrankheiten und kann auch zu Ernteausfällen führen (Obst, Getreide). Da er sich gerne auch auf trockenen Pflanzen befindet, sollte man als Betroffener vom Rasenmähen absehen. Man findet Alternaria aber auch im Wohnbereich.
Cladosporium gehört ebenso zu den Schwärzepilzen. Er fühlt sich in Wäldern, Gärten und Sumpfgebieten wohl. Er ist der häufigste Schimmelpilz in der Außenluft.

Kreuzreaktivität: Grundsätzlich besteht Kreuzreaktivität zu Sporen anderer Schimmelpilze (z.B. Aspergillus, Epicoccum).

  • Der Pollenservice Wien ist Teil der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der MedUni Wien.
  • Die Zusammenarbeit mit der GeoSphere Austria umfasst den Abgleich von Vorhersagen sowie den Austauch von Pollen- und Wetterdaten.
  • Der Pollenservice Wien ist offizieller Kooperationspartner des Gesundheitsdienstes (MA15) der Stadt Wien.