Wir bieten Ihnen hier Pollenflugvorhersagen und Empfehlungen, die auf wissenschaftlich ausgewerteten Daten sowie unserer Expertise basieren. Ziel ist es Betroffene von Pollenallergien in Wien möglichst umfassend, treffsicher und unentgeltlich zu informieren.
Video Highlight: Blüte der Föhre 2026
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Die Föhre blüht hauptsächlich im Mai und ist eine der Arten, die für die gelblichen Niederschläge im Außenbereich, den so genannten Schwefelregen, verantwortlich sind. Aus allergologischer Sicht sind die Pollen der Föhre jedoch unbedenklich.
Aktueller Pollenflug
LEGENDE
Abbildung: Blühende Quecke (Elymus repens): wird oft mit Weidelgras/Lolch (Lolium perenne) verwechselt und findet man aktuell auch noch blühend in Grünstreifen, an Wegrändern und in Wiesen.
Mittel- und langfristige Prognose
Diese Prognose gibt Ihnen einen Überblick für einen längeren Zeitraum, damit Sie besser planen können.
Saisonspitze der Gräserpollen geht zu Ende, Pilzsporen nehmen stark zu!
Allgemeine Situation: Derzeitige Hauptallergene sind die Gräser und die Pilzsporen.
Die Gräser befinden sich noch in ihrer Hauptblütezeit, aber die Saisonspitze scheint überwunden. Die Pollenkonzentrationen pendeln sich auf moderaten Werten ein. Es blühen noch die Schwingel, das Reitgras, die Quecken, Weidelgras und einige Ziergräser. Die Blüte der Gräser verlagert sich an halbschattige und schattige Orte, was vor allem bei Spaziergängen in Wäldern bedacht werden sollte.
Der Mais beginnt vereinzelt auch schon zu blühen. Maispollen wird aufgrund seiner Größe nicht weit transportiert. In der Nähe blühender Maisfelder können sich allergische Symptome jedoch verstärken.
Auf den Wiesen stehen Ampfer und Wegerich in Blüte, deren Pollen bei Gräserpollenallergiker:innen Kreuzreaktionen verursachen kann.
Die Blüte des Götterbaumes klingt ab. Besonders im Stadtgebiet, wo die Bäume häufiger vorkommen, wird noch vereinzelt Pollen freigesetzt.
Die Edelkastanie ist noch immer in Vollblüte. Aufgrund einer Kreuzreaktion können Personen mit Birkenpollenallergie wieder Symptome entwickeln und auf Edelkastanienpollen reagieren.
Die Pilzsporen nehmen an Bedeutung zu. Vor allem Cladosporium und Alternaria Sporen befinden sich in der Luft.
Das Wetter bleibt über das Wochenende hochsommerlich heiß. Erst am Sonntag ist abends mit Wärmegewittern zu rechnen. Die Pilzsporen profitieren von diesen Wetterbedingungen und erreichen kontinuierlich hohe Werte. Der Pollenflug der Gräser setzt sich ebenfalls fort, jedoch werden hohe Werte immer unwahrscheinlicher.
Pollenflug Steckbrief
Gräser:
Stand der Blüte: Hauptblütezeit/hoher Pollenflug
Trend: konstant
Zeitpunkt des Startes der Blüte: im langjährigen Schnitt
Pilzsporen:
Stand der Saison: Hauptzeit/hoher Sporenflug
Trend: konstant
Zeitpunkt des Startes der Saison: im langjährigen Schnitt
Die üblichen Pollenflugzeiten finden Sie in unserem Pollenflugkalender.
Pollenspektrum:
Es befindet sich auch Pollen von Rohrkolben, Fichte, Föhre, Linde, Holunder, der Sauergräser, der Nessel- und der Eiben-/Zypressengewächsen in der Luft.
Derzeitiges Hauptallergen: Gräser
Die Gräserpollenallergie ist die häufigste Pollenallergie in Wien!
Pollenflugzeit in Wien: April bis September; Ziergräser verlängern die Blühzeit bis in den Herbst hinein!
Vorkommen in Wien: Die Süßgräser (Poaceae) sind weit verbreitet und so gut wie überall anzutreffen. Hotspots sind Naturdenkmäler, Parks, die Donauufer und natürlich sämtliche Flächen (Wiesen/Rasen), die selten gemäht werden.
Wer sind „die Gräser“?
Es gibt viele Gattungen und Arten von Bedeutung für Betroffene, zumal jeder Einzelne unterschiedlich auf verschiedene Vertreter der Familie reagieren kann. Jene Gräser, die von größter Bedeutung für die Pollenallergie sind, werden im Folgenden genannt.Wiesenrispengras (Poa pratensis): blüht von April bis Juni. Es ist ein für Rasen und Weiden häufig gesätes Süßgras.
Gewöhnliches Knäuelgras (Dactylis glomerata): blüht von Mai bis Juni. Es ist häufig vertreten (vor allem auf Wiesen, Wegrändern, Ruderalstellen).
Gewöhnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius): blüht von Mai bis Juli. Glatthafer wächst gerne auf Weiden und Lichtungen.
Schwingel (Festuca sp.): blühen von Mai bis Juli. Diese Gattung ist sehr artenreich und mag Feuchtwiesen wie Trittrasen, aber auch Auwälder und Wegränder.
Weidelgras/Lolch (Lolium perenne): blüht von Juni bis Juli. Weidelgras wächst häufig auf Wiesen und Weiden und wird auch als Weidegras genutzt.
Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense): blüht von Juni bis August. Lieschgras ist ein allergologisch sehr bekanntes Gras, aber in Wien in Bezug auf die Häufigkeit eher untergeordnet ein Thema. Wiesen-Lieschgras bevorzugt eher naturbelassene Standorte.
Hundszahngras (Cynodon dactylon): blüht von Juli bis August. Hundszahngras ist ein Neophyt in Europa und ein Licht- und Wärmezeiger.
Getreidearten (Roggen, Weizen und Mais): Auch Getreide zählen zu den Süßgräsern. Getreidefelder um Wien herum können verstärkt für lokalen Pollenflug sorgen, auch wenn der Pollen von Getreide meist größer ist und daher nicht so weit transportiert wird. Roggen blüht üblicherweise Mai-Juni, Weizen Juni-Juli und Mais im Juli-August.
Kreuzreaktivität zu Pollen anderer Pflanzen: Graspollen ist sehr kreuzreaktiv zu sämtlichem Pollen anderer Gräser
Derzeitiges Hauptallergen: Pilzsporen
Pollenflugzeit in Wien: Mai bis Oktober
Vorkommen in Wien: Die Schimmelpilze, die hier im Fokus stehen, gedeihen auf Vegetation. Das reicht von Blumenerde bis zu Getreidefeldern. Hinweis: Die Konzentrationen der Pilzsporen in der Außenluft haben nichts mit etwaigen Belastungen und Vorkommen von Schimmelpilzen in Innenräumen zu tun.
Wer sind „die Pilzsporen“?
Die Sporen der Schimmelpilze Alternaria und Cladosporium sind allergologisch von Bedeutung, vor allem Erstere. Die hier beschriebenen Pilzsporen sind die wichtigsten in Bezug auf die Außenluft. Es gibt diverse Pilzsporen, die in Innenräumen vorhanden sind bzw. die sich auf Nahrungsmitteln ausbreiten. Neben Allergien können Schimmelpilze auch eine toxische Wirkung bis hin zur Mykose (Befall der inneren Organe) zur Folge haben.
Alternaria gehört zu den Schwärzepilzen. Er wächst vor allem auf Vegetation und verursacht Pflanzenkrankheiten und kann auch zu Ernteausfällen führen (Obst, Getreide). Da er sich gerne auch auf trockenen Pflanzen befindet, sollte man als Betroffener vom Rasenmähen absehen. Man findet Alternaria aber auch im Wohnbereich.
Cladosporium gehört ebenso zu den Schwärzepilzen. Er fühlt sich in Wäldern, Gärten und Sumpfgebieten wohl. Er ist der häufigste Schimmelpilz in der Außenluft.
Kreuzreaktivität: Grundsätzlich besteht Kreuzreaktivität zu Sporen anderer Schimmelpilze (z.B. Aspergillus, Epicoccum).
- Der Pollenservice Wien ist Teil der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie der MedUni Wien.
- Die Zusammenarbeit mit der GeoSphere Austria umfasst den Abgleich von Vorhersagen sowie den Austauch von Pollen- und Wetterdaten.
- Der Pollenservice Wien ist offizieller Kooperationspartner des Gesundheitsdienstes (MA15) der Stadt Wien.