(Wien/Toronto, 30-04-2026) Beim Jahreskongress der International Society for Heart and Lung Transplantation (ISHLT) in Toronto wurden drei Angehörige der Medizinischen Universität Wien ausgezeichnet. Andreas Zuckermann erhielt den 2026 Francis D. Pagani, MD Endowed Mentorship Award, Sophia Alemanno wurde mit einem internationalen Forschungsgrant ausgezeichnet und Laurenz Wolner mit einer International Visiting Scholarship. Die Ehrungen unterstreichen die internationale Sichtbarkeit der Transplantationsmedizin an der Medizinischen Universität Wien.
Andreas Zuckermann ist Professor für Herztransplantation an der Medizinischen Universität Wien, zweiter stellvertretender Leiter der Universitätsklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie sowie Leiter des Herztransplantationsprogramms. Er erhielt den 2026 Francis D. Pagani, MD Endowed Mentorship Award. Der von der ISHLT Foundation finanzierte Preis wird jährlich an ein ISHLT-Mitglied vergeben, das sich in besonderer Weise um die selbstlose Förderung von Kliniker:innen, Lehrenden oder Forschenden im Bereich fortgeschrittener Herz- und Lungenerkrankungen verdient macht.
Sophia Alemanno von der Universitätsklinik für Thoraxchirurgie der MedUni Wien erhielt den „ISHLT Extracorporeal Photopheresis Immunomodulation in Thoracic Transplantation Challenge Grant“. Der Forschungsgrant fördert innovative Projekte zur Anwendung der extrakorporalen Photopherese in der thorakalen Transplantationsmedizin. Alemanno setzte sich mit ihrem Projekt in der Finalrunde gegen Bewerber:innen mehrerer internationaler Spitzenzentren durch.
Laurenz Wolner, Arzt in Facharztausbildung an der Universitätsklinik für Herz- und Thorakale Aortenchirurgie und PhD-Student im Programm „Vascular Biology“, wurde von der ISHLT mit einer der fünf International Visiting Scholarships 2026 ausgezeichnet. Das Programm dient dem internationalen Austausch von Wissen und Techniken in Herz- und Lungentransplantation sowie in der Behandlung terminaler Herz- und Lungenerkrankungen. Wolner wird dafür an das Center for Transplantation Sciences des Massachusetts General Hospital in Boston gehen, um dort vertiefte Ausbildung in der translationalen Herztransplantationsforschung zu erhalten und Einblick in Toleranz-induzierende Strategien zu gewinnen. Das Zentrum wird von Joren C. Madsen geleitet, der zugleich an der Harvard Medical School tätig ist.
Mit den drei Auszeichnungen werden sowohl klinische Exzellenz als auch wissenschaftlicher Nachwuchs und internationale Forschungskooperationen am Standort Wien sichtbar. Sie stehen zugleich für die starke Verankerung der MedUni Wien in der Herz- und Lungentransplantationsmedizin.