(Wien, 17-04-2026) Gunpreet Coudert Oberoi von der Medizinischen Universität Wien wurde mit dem Female Startup Preis der #glaubandich CHALLENGE 2026 ausgezeichnet. Prämiert wurde damit die Gründerin und CEO des MedUni-Wien-Spin-offs SVAN Technologies GmbH, das eine intelligente Auto-Stop-Bohrplattform für medizinische Anwendungen entwickelt.
Gunpreet Coudert Oberoi ist Zahnimplantat-Chirurgin und Biomedizintechnikerin mit zwei Doktoraten in Zahnmedizin und Biomedizinischer Technik. Sie ist an der Medizinischen Universität Wien im klinischen und wissenschaftlichen Umfeld verankert und verbindet medizinische Praxis, Forschung und Unternehmensgründung. Als Gründerin und CEO von SVAN Technologies GmbH steht sie für einen translationalen Ansatz, bei dem technologische Entwicklungen gezielt aus konkreten klinischen Anforderungen heraus entstehen.
Gunpreet Coudert Oberoi hat mit SVAN Technologies GmbH ein Spin-off aufgebaut, das Forschung in eine konkrete medizinische Anwendung überführt. Im Zentrum steht eine patentgeschützte Sensorik, die Gewebewiderstände in Echtzeit erkennt und einen Bohrer im entscheidenden Moment automatisch stoppt. Ziel ist es, die Präzision bei sensiblen Eingriffen zu erhöhen und das Risiko von Komplikationen zu reduzieren.Die erste Anwendung von SVAN ist ein intelligenter intraossärer Bohrer für den Notfallzugang. Das System ist für Patient:innen aller Alters- und Größenklassen ausgelegt, auch für besonders vulnerable Patient:innengruppen. Weitere Anwendungen, etwa im Bereich neurochirurgischer Zugänge, befinden sich in Entwicklung.
Forschung mit klinischer Anwendung
Die technologische Grundlage für SVAN entstand im Umfeld der Medizinischen Universität Wien. Gunpreet Coudert Oberoi verbindet dabei klinische Erfahrung mit biomedizinischer Forschung und unternehmerischer Umsetzung. Dass die Entwicklung in einem forschungsstarken medizinischen Umfeld erfolgt, ist ein wesentlicher Faktor für die Nähe zur klinischen Praxis und für die konsequente Ausrichtung an konkreten medizinischen Anforderungen.
Ein wichtiger wissenschaftlicher Rahmen für diese Entwicklung ist das von Wolfgang Drexler geleitete Zentrum für Medizinische Physik der MedUni Wien, das für hohe wissenschaftliche Qualität und interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Medizin und Technologie steht. SVAN ist damit auch ein Beispiel dafür, wie aus universitärer Forschung anwendungsnahe Innovation entstehen kann.
Signal für Gründerinnen in der Forschung
Die Auszeichnung hat über den Einzelerfolg hinaus Bedeutung. Frauen sind im Bereich forschungsbasierter Unternehmensgründungen weiterhin unterrepräsentiert, auch im universitären Umfeld. Der Female Startup Sonderpreis 2026 für Gunpreet Coudert Oberoi macht daher sichtbar, dass wissenschaftliche Exzellenz und Unternehmensgründung an der MedUni Wien zusammengeführt werden können. Zugleich verweist die Auszeichnung auf die Bedeutung von Strukturen, die Forscherinnen auf dem Weg von der wissenschaftlichen Arbeit in die Gründung unterstützen.
Der Technologietransfer der MedUni Wien unterstützt und berät Forscher:innen umfassend zu allen Fragen rund um den Schutz von geistigem Eigentum (IPR) sowie bei der Gründung von Spin-offs. https://intranet.meduniwien.ac.at/forschung/serviceeinrichtungen/technologietransfer/