Skip to main content English

MedUni-Wien-Spin-off SVAN beim Houskapreis 2026 mit dem 3. Platz ausgezeichnet

Intelligente chirurgische Bohrplattform in der Kategorie Hochschulforschung mit dem 3. Platz prämiert
Alle News
Bild: MedUni Wien
v.l.n.r.: Michael Hoschitz (Technologietransfer), Melitta Pichler (Zentrum für Medizinische Physik), Markus Ortner (Zentrum für Medizinische Physik, SVAN), Gunpreet Oberoi (Zentrum für Medizinische Physik, SVAN), Christian Bacher (SVAN), Ewald Unger (Zentrum für Medizinische Physik), Clemens Hacker (Zentrum für Medizinische Physik)

(Wien, 22. April 2026) SVAN, ein Spin-off der MedUni Wien, wurde beim Houskapreis 2026 in der Kategorie Hochschulforschung mit dem 3. Platz ausgezeichnet. Der Houskapreis der B&C Privatstiftung zeichnet Projekte aus, die wissenschaftliche Exzellenz mit wirtschaftlicher Anwendung verbinden. Bei SVAN handelt es sich um eine intelligente chirurgische Bohrplattform mit integriertem Auto-Stopp-Mechanismus. Das System erkennt den Knochenwiderstand in Echtzeit und stoppt automatisch am Zielort, schneller als der menschliche Reflex und ohne dass der Chirurg aktiv eingreifen muss. 

Chirurgische Bohrvorgänge sind millionenfach weltweit unverzichtbar, jedoch jährlich mit schweren Komplikationen verbunden. Ursache sind konventionelle Bohrer ohne sensorische Rückmeldung, bei denen kleinste Abweichungen lebensbedrohliche Verletzungen verursachen können, insbesondere in der Neuro-, Wirbelsäulen- und Notfallchirurgie. Gunpreet Coudert Oberoi und Ewald Unger entwickelten mit ihrem Team an der Medizinischen Universität Wien die SVAN-Technologie: eine intelligente Auto-Stopp-Bohrplattform, die Veränderungen des Knochenwiderstands in Echtzeit erkennt und den Bohrer stoppt, schneller, als menschliche Reflexe es können. In präklinischen Studien reduzierte die Technologie bohrbedingte Komplikationen um bis zu 90 Prozent.

Das erste Produkt von SVAN ist ein intelligenter intraossärer Bohrer für den Notfallgefäßzugang, konzipiert für Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen und Körpergrößen, einschließlich der verletzlichsten Patienten: Frühgeborene ab einem Gewicht von 500 Gramm. Der patentgeschützte Auto-Stopp-Sensor, der den Gewebewiderstand in Echtzeit erkennt und den Bohrer exakt im Moment des Eindringens in das Knochenmark stoppt eliminiert die menschliche Fehlerquelle vollständig.

Als nächstes Produkt folgt ein Auto-Stopp-Schädelbohrer für den neurochirurgischen Notfallzugang, gefolgt von weiteren chirurgischen Bohranwendungen. SVANs Mission ist es, in enger Partnerschaft mit Kliniker:innen unerfüllte medizinische Bedarfe zu identifizieren und zu lösen, die bestehende Geräte nicht adressieren können.

Das Spin-off SVAN Technologies GmbH wurde im September 2025 von Gunpreet Coudert Oberoi (CEO) und Ewald Unger vom Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik der Medizinischen Universität Wien gegründet. Bereits 2024 erhielt das Projekt Unterstützung durch das Spin-off-Fellowship der FFG. Der Houskapreis unterstreicht nun das Potenzial der Technologie für die anwendungsnahe Weiterentwicklung medizinischer Innovationen.

Mariella-Schurz-Preis
Zusätzlich wurde das Projekt mit dem Mariella-Schurz-Preis ausgezeichnet. Eine Oberstufenklasse übernimmt dabei die Rolle der Jury und bewertet die Projekte.


Der Technologietransfer der MedUni Wien unterstützt und berät Forscher:innen umfassend zu allen Fragen rund um den Schutz von geistigem Eigentum (IPR) sowie bei der Gründung von Spin-offs. https://intranet.meduniwien.ac.at/forschung/serviceeinrichtungen/technologietransfer/