(Wien, 05-06-2026) Trinh Phan-Canh, PhD-Absolvent der Medizinischen Universität Wien, wurde für seine in Nature Microbiology veröffentlichte Arbeit zu Überlebensmechanismen des Pilzpathogens Candida auris mit dem Österreichischen Mikrobiologie-Preis 2026 der Österreichischen Gesellschaft für Hygiene, Mikrobiologie und Präventivmedizin ausgezeichnet.
Die prämierte Studie entstand unter Beteiligung der MedUni Wien in enger Zusammenarbeit der Forschungsgruppen von Adelheid Elbe-Bürger von der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien und Karl Kuchler von den Max Perutz Labs Vienna. Trinh Phan-Canh war Erstautor der Publikation und leistete die Arbeit im Rahmen seiner PhD-Forschung an der MedUni Wien.
Im Mittelpunkt der Studie steht der multiresistente Pilz Candida auris, der weltweit als bedeutendes Gesundheitsrisiko gilt und sich insbesondere in klinischen Einrichtungen rasch ausbreiten kann. Die Forschungsarbeit zeigte erstmals, dass Candida auris eine CO₂-basierte Stoffwechselstrategie nutzt, um auf der Haut zu überleben und die Wirkung antifungaler Therapien besser zu tolerieren. Dabei identifizierte das Team mehrere potenzielle Angriffspunkte, die künftig für neue therapeutische Ansätze genutzt werden könnten.
Die ÖGHMP vergibt den Österreichischen Mikrobiologie-Preis für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Mikrobiologie. Die Preisverleihung fand am 19. Mai 2026 im Rahmen der 39. Jahrestagung der ÖGHMP statt. Trinh Phan-Canh hat inzwischen eine Postdoc-Stelle in den USA angetreten.