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25 Jahre: Die Christian Doppler Forschungsgesellschaft feiert Jubiläum

CDG-Preis für Forschung und Innovation geht an Oskar Aszmann von der MedUni Wien und seinen Unternehmenspartner Ottobock
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25 Jahre Exzellenz, Innovation und Standortsicherung

25 Jahre Christian Doppler-Gesellschaft
Preisträger Oskar Aszmann im Gespräch mit Bundesministerin Margarete Schramböck. Im Hintergrund Rektor Markus Müller, Andreas Goppelt und Martin Gerzabek

(Wien, 11-09-2020) Der aus diesem Anlass ausgelobte CDG-Preis für Forschung und Innovation geht an Oskar Aszmann (MedUni Wien) und seinen Unternehmenspartner Ottobock für Forschung zum Thema gedankengesteuerte Prothesen.

Der mit 40.000 Euro dotierte neue Preis wird an WissenschafterInnen vergeben, die den Grundgedanken der Christian Doppler Forschungsgesellschaft CDG besonders erfolgreich umsetzen konnten: Hervorragende anwendungsorientierte Grundlagenforschung und die Stärkung der Innovationskraft der Unternehmenspartner. Damit ist das Gewinnerprojekt auch exemplarisch für die große Bedeutung der CDG für die langfristige Sicherung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Österreich.

BMDW fördert Exzellenz und Innovation
„Die Förderung von langfristig angelegten Kooperationen von Wirtschaft und Wissenschaft leistet einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zum internationalen Innovation Leader und stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich“, betont Wirtschafts- und Forschungsministerin Margarete Schramböck, deren Ministerium, das heutige BMDW, die CDG seit 1995 trägt. „Heute ist die CDG aus dem österreichischen Innovationssystem nicht mehr wegzudenken. Sie ist unser Leuchtturmprojekt für standortrelevante Forschung und ein internationales Best Practice Modell für die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft“.

Typisch für die CDG: Grundlagenforschung zu Fragen aus Unternehmen
„Unser erster Preisträger illustriert den Grundgedanken der CDG ideal“, betont Martin Gerzabek, Präsident der CDG. „Denn für gedankengesteuerte Prothesen braucht es nicht nur die technische Expertise – in diesem Fall von Ottobock – sondern auch tiefgehendes Grundlagenwissen darüber, wie Nerven und Muskeln im Detail funktionieren – also medizinische Grundlagenforschung. Oskar Aszmann hat seine Rolle an der Schnittstelle von herausragender Grundlagenforschung und Wirtschaft exzellent ausgefüllt, ein würdiger erster Preisträger und Repräsentant unseres Fördermodells!“

Andreas Goppelt, CTO und Geschäftsführer der Wiener Niederlassung von Ottobock erläutert die Sicht des Unternehmens auf das Fördermodell. „Grundlagenforschung ist für ein innovatives Unternehmen wie Ottobock sehr wichtig, denn erst die Kenntnis über zugrundeliegende biologische Mechanismen ermöglicht die Entwicklung neuer Konzepte und Produkte, wie die Mustererkennung oder die Targeted Muscle Reinnervation (TMR) für Armprothesen. Besonders das CD-Labor ist eng verknüpft mit Ottobock Wien. Es bietet eine ideale Möglichkeit, neue Ansätze zu verfolgen, die ohne Förderung ein zu hohes wirtschaftliches Risiko darstellen würden. Ich bedanke mich bei der CDG, die seit 25 Jahren in Österreich einen so bedeutenden Beitrag für Wissenschaft und Innovation leistet. Daher freuen wir uns umso mehr, dass unser langjähriger Partner an der MedUni Wien, Prof. Aszmann, gemeinsam mit Ottobock den CDG-Preis für Forschung und Innovation verliehen bekommt!.“

Philipp Schulte-Noelle, CEO von Ottobock bedankt sich für den CDG-Preis für Forschung und Innovation und gratuliert der CDG herzlich zum 25-jährigen Bestehen: „Die langjährige Zusammenarbeit mit der CDG zeigt, wie akademische Exzellenz und die Industrie erfolgreich zum Wohle mobilitätseingeschränkter Menschen forscht und AnwenderInnen die Chance gibt, ihre Bewegungsfreiheit zu erhalten oder zurück zu erlangen. Dies ist fest in unserer DNA und Zukunftsstrategie verankert und wird gemeinsam mit der CDG fortgesetzt.“

Die Wissenschaft profitiert von Langfristigkeit und neuen Ideen
Für die Wissenschaft in Österreich sind die Fördermodelle der CDG ein Gewinn, wie die Vorsitzende der Österreichischen Universitätskonferenz, Sabine Seidler, betont: „CD-Labors sind so viel mehr als nur ein weiteres Förderprogramm: Sie formen intensiv und fokussiert arbeitende Forschungsgruppen, feiern Erfolge in ihrer Scientific Community und transferieren Wissen und Know-How in Gesellschaft und Wirtschaft. Als Rektorin der Technischen Universität Wien freue ich mich sehr darüber, die CDG heute für Ihre Jubiläumsfeier im Kuppelsaal der TU Wien begrüßen zu dürfen!“

Auch Markus Müller, Rektor der Medizinischen Universität Wien und damit der Heimatuniversität des Preisträgers, betont die Bedeutung der CDG für die Universitäten: „Mit einer Fördersumme von bis zu 5,25 Mio. Euro für sieben Jahre ermöglicht das Fördermodell der CDG langfristige und kontinuierliche Grundlagenforschung höchster Qualität. Für unsere Wissenschafterinnen und Wissenschafter gilt es zu Recht als Auszeichnung, das strenge Evaluierungsverfahren der CDG durchlaufen zu haben und ein CD-Labor leiten zu dürfen. Ich bin stolz, dass der erste Preisträger des CDG-Preises für Forschung und Innovation von unserer Universität kommt und gratuliere herzlich zu diesem Erfolg.“

Hintergrundinformation zu den Inhalten des Siegerprojektes: https://bit.ly/2FiYSpX

Josef Ressel Zentren: Das Potential der Fachhochschulen heben
Mit dem 2012 gestarteten Programm der Josef Ressel Zentren wendet die Christian Doppler Forschungsgesellschaft ihr Modell der Kooperation von Forschung und Wirtschaft auch an Fachhochschulen an. Raimund Ribitsch, Präsident der Österreichischen Fachhochschul-Konferenz betont die Bedeutung der CDG für diesen Teil der österreichischen Forschungslandschaft: „Die CDG macht längerfristige Forschung an Fachhochschulen ebenso möglich wie den Aufbau von Forschungsgruppen und die Etablierung neuer Forschungsfelder. Schon nach acht Jahren zeigt sich, wie sehr alle Partner und der Forschungsstandort von der CDG und ihrer langjährigen Erfahrung in der Förderung hervorragender Forschung profitieren“.

Einige Zahlen zur CDG
Seit 1995 hat die CDG 240 Forschungseinheiten an 36 Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gefördert. Mehr als 400 Unternehmenspartner profitierten von Grundlagenwissen und Innovation. Die Forschungseinheiten kooperierten mit mehr als 1.200 Forschungsinstitutionen und erarbeiteten mehr als 4.000 Publikationen mit Peer Review und mehr als 77.000 Zitationen. 550 Patente zitieren Publikationen aus Forschungseinheiten der CDG.

Aktuell sind rund 100 Forschungseinheiten mit über 1.100 MitarbeiterInnen und über 180 Unternehmenspartnern aktiv. https://www.cdg.ac.at/ueber-uns/25-jahre-cdg

APA-Fotoservice-Galerie: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/23627