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Studienziel & Qualifikationsprofil

Zielgruppe

Der Universitätslehrgang „Transkulturelle Medizin und Diversity Care“ richtet sich an Fachkräfte und ExpertInnen des Gesundheitswesens mit Abschluss eines Studiums der Humanmedizin, Zahnmedizin, Psychologie, Pflegewissenschaft, Ernährungswissenschaften, Pharmazie, Biologie, Psychotherapie, Gesundheitswissenschaften/Health Studies, Kultur- und Sozialanthropologie, Soziologie oder Soziale Arbeit, Pädagogik/Sozialpädagogik, Kommunikationswissenschaften, Theologie – oder einem abgeschlossenen gleichwertigen ausländischen Universitätsstudium – sowie an Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege, des gehobenen medizinisch-technischen Dienstes (MTD), medizinisch-technischen Fachdienstes oder als Biomedizinische/r AnalytikerIn, in Sozialberufen oder in fachverwandten Berufen im Gesundheitswesen.

Qualifikationsprofil

Der Lehrgang vermittelt praxisnahes Hintergrundwissen über den Einfluss von soziokulturellen Prägungen auf das Gesundheits- und Krankheitsverhalten, den Umgang mit dem Körper, migrationsbedingte psychosoziale Belastungen und spezifische Gesundheitsprobleme von MigrantInnen, sowie deren Vorstellungen und Erwartungen bezüglich der Behandlung. Darüber hinaus werden verschiedene soziokulturelle Prägungen, wie etwa die unterschiedliche Sozialisation von Männern und Frauen, mit erlerntem geschlechtsspezifischen Rollenverhalten erläutert, welche sowohl in der Kommunikation als auch in sozialen Interaktionssituationen wie z.B bei medizinischen Routineuntersuchungen sowie bei der Betreuung zum Tragen kommen können

Unter Beachtung der PatientInnen-Diversität wird die interkulturelle Kommunikationsfähigkeit des Fachpersonals im Gesundheitssystem verbessert und die transkulturelle Kompetenz hinsichtlich Prävention, Diagnostik und Therapie, sowie in der Rehabilitation und Palliativmedizin erhöht.

Durch zahlreiche praktische Beispiele und Fallanalysen erwerben die TeilnehmerInnen die Fähigkeit, das erworbene Fachwissen mit der Berufspraxis zu verbinden und bisherige Einstellungen und Erfahrungen kritisch zu reflektieren. Im Lehrgang werden Anregungen zur Eigenreflexion geboten, um die eigene  Einstellung im Umgang mit den einzelnen PatientInnen, die nicht aus derselben Herkunftsgesellschaft stammen oder deren Alltagskultur sich vom eigenen Lebensstil unterscheiden, zu hinterfragen. Das erworbene Wissen wird in praxisnahen Übungen vertieft.

Abschluss und akademischer Grad

  1. Der Universitätslehrgang ist erfolgreich absolviert, wenn alle vorgeschriebenen Prüfungen und die Masterthesis gemäß der Prüfungsordnung positiv beurteilt wurden.
     
  2. Der erfolgreiche Abschluss des Universitätslehrgangs für Transkulturelle Medizin und Diversity Care wird durch ein Abschlusszeugnis beurkundet und der akademische Grad „Master of Science (Transkulturelle Medizin und Diversity Care)„ abgekürzt MSc, wird von der Medizinischen Universität Wien bescheidmäßig verliehen.
     
  3. Im Abschlusszeugnis sind die einzelnen Module und ihnen zugeordneten Lehrveranstaltungen mit ihrer Gesamtstundenzahl und ihren Einzelnoten anzuführen. Lehrveranstaltungen, deren Teilnahmeerfolg „mit Erfolg teilgenommen/ohne Erfolg teilgenommen“ bewertet wurde, sind ebenfalls anzuführen. Weiters angeführt werden das Thema und die Gesamtnote der Masterthesis. Auf dem Abschlusszeugnis sind die ECTS-Punkte auszuweisen.