(Wien, 01-07-2026) Die Medizinische Universität Wien und die japanische Arzneimittel- und Medizinprodukteagentur PMDA haben eine Absichtserklärung zur Vertiefung ihrer Zusammenarbeit im Bereich der Regulierungswissenschaft unterzeichnet. Im Mittelpunkt stehen Forschung, internationaler Personalaustausch und gemeinsame Aktivitäten zu biostatistischen Methoden für regulatorische Entscheidungsprozesse.
Die Medizinische Universität Wien und die japanische Arzneimittel- und Medizinprodukteagentur PMDA haben am 30. Juni 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Seitens der MedUni Wien erfolgte die Unterzeichnung durch Rektor Markus Müller, Michaela Fritz, Vizerektorin für Forschung und Innovation, Martin Posch, Leiter des Zentrums für Medical Data Science, und Franz König, Leiter des Zentrums für Medizinische Statistik. Ziel der Absichtserklärung ist es, die Zusammenarbeit in Forschung und Personalaustausch zu erleichtern, die jeweiligen Stärken beider Institutionen zu nutzen und damit zur Weiterentwicklung der Regulierungswissenschaft beizutragen.
Fokus auf Biostatistik und klinische Studien
Ein Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der Zusammenarbeit zwischen dem Center for Medical Data Science der MedUni Wien und der Biostatistik-Gruppe des Zentrums für Produktbewertung der PMDA. Geplant sind internationaler Personalaustausch sowie gemeinsame grenzüberschreitende Aktivitäten. Inhaltlich steht dabei insbesondere die Weiterentwicklung statistischer Methoden im Fokus, die für regulatorische Entscheidungsprozesse in der Arzneimittelentwicklung relevant sind.
Die MedUni Wien bringt in die Zusammenarbeit ihre Expertise in medizinischer Statistik, innovativem Design klinischer Studien und datenwissenschaftlichen Methoden ein. Gleichzeitig soll die Kooperation die internationale Vernetzung der MedUni Wien im Bereich Regulierungswissenschaft weiter ausbauen.
Beitrag zur Personalentwicklung in der Regulierungswissenschaft
Für die PMDA steht die Zusammenarbeit im Zusammenhang mit ihrer Initiative „Alliance for Regulatory Science Advancement“ (ARSA). Im Rahmen dieser Initiative kooperiert die PMDA mit akademischen und wissenschaftlichen Einrichtungen weltweit, um praxisorientierte Schulungen, gemeinsame Aktivitäten und die Ausbildung der nächsten Generation von Fachkräften im Bereich der Regulierungswissenschaft zu fördern.
Durch die Zusammenarbeit mit international tätigen Wissenschafter:innen sollen PMDA-Mitarbeiter:innen ihr bestehendes Fachwissen vertiefen, praktische Erfahrung mit modernen Analysemethoden sammeln und ihr Verständnis aktueller Forschungsergebnisse weiterentwickeln. Die aus der Kooperation gewonnenen Erkenntnisse sollen zudem in interne Abläufe der PMDA einfließen und wissenschaftlich fundierte Ansätze bei Zulassungsprüfungen und Sicherheitsmaßnahmen weiter stärken.
Die Kooperation soll damit sowohl zur Weiterentwicklung regulatorischer Expertise als auch zum Aufbau internationaler fachlicher Netzwerke beitragen.