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Oliver Kimberger übernimmt Professur im Fachbereich Anästhesie

Schwerpunkt auf perioperativer Datenwissenschaft und digitaler Medizin in Anästhesiologie und Intensivmedizin
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Bild: MedUni Wien/feelimage

(Wien, 01-07-2026) Oliver Kimberger übernimmt mit 1. Juli eine Professur im Fachbereich Anästhesie (§99/4) an der Medizinischen Universität Wien. Inhaltlich liegt ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf perioperativer Datenwissenschaft und digitaler Medizin in Anästhesiologie und Intensivmedizin. Im Zentrum stehen dabei künstliche Intelligenz, prädiktive Modelle und die Nutzung klinischer Routinedaten zur Verbesserung von Risikostratifizierung, Entscheidungsunterstützung, Patientensicherheit und klinischen Abläufen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Translation digitaler Methoden in die klinische Praxis. KI-Modelle sollen nicht nur entwickelt, sondern auch robust validiert, erklärbar gemacht und sinnvoll in bestehende klinische Workflows integriert werden. Klinische Anwendungsmöglichkeiten sieht Oliver Kimberger unter anderem in der perioperativen Risikovorhersage, in der Intensivmedizin, bei der Früherkennung von Pathologien, in der Ressourcenplanung sowie in der Entwicklung personalisierter Behandlungsstrategien.

Auch in der Lehre möchte Oliver Kimberger digitale Kompetenzen, Datenverständnis und den kritischen Umgang mit KI-Anwendungen stärker verankern. Ziel ist es, Ärzt:innen und Studierende möglichst frühzeitig auf eine Medizin vorzubereiten, in der digitale Werkzeuge zunehmend Teil der klinischen Entscheidungsfindung sein werden.

Übergeordnet soll die Professur die Verbindung zwischen klinischer Anästhesiologie, Intensivmedizin, Datenwissenschaft und digitaler Transformation stärken und dazu beitragen, die MedUni Wien als international sichtbaren Standort für perioperative KI- und Datenforschung noch weiter zu konsolidieren.

Zur Person
Oliver Kimberger ist promovierter Facharzt für Anästhesiologie. Er absolvierte einen postgradualen Studienlehrgang für Statistik und Biometrie an der Universität Heidelberg (MSc) und machte einen MBA in Health Care Management an der MedUni Wien. Ein Studienaufenthalt führte ihn für zwei Jahre an das Universitätsklinikum Inselspital Bern (Schweiz).

Kimberger ist stellvertretender Leiter der Klinischen Abteilung für Allgemeine Anästhesie und Intensivmedizin der Medizinischen Universität Wien. Im Jahr 2021 übernahm er eine Professur für Perioperatives Informationsmanagement gem. § 99 Abs. 1 UG an der MedUni Wien.

An der Medizinischen Universität Wien leitet er weiters die Data-Science-Gruppe an der Klinischen Abteilung für Allgemeine Anästhesie und Intensivmedizin und am Ludwig Boltzmann Institut für Digital Health and Patient Safety, das an der Klinischen Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin der Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien und des AKH Wien beheimatet ist.

Er ist Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin, der European Society of Anaesthesiology and Intensive Care und der European Society of Intensive Care Medicine. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Themen Mikrozirkulation & Flüssigkeitsmanagement; Patiententemperaturmanagement, Big Data, Künstliche Intelligenz, und die digitale Transformation der Medizin.