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Eva Ingeborg Reihs und Mario Rothbauer erhalten Staatspreis zur Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch

Auszeichnung für Entwicklung eines tierproduktfreien Biochip-Modells für die Arthroseforschung
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Copyright: BMFWF/Valentin Brauneis (BKA)

(Wien, 05-06-2026) Eva Ingeborg Reihs und Mario Rothbauer von der Medizinischen Universität Wien wurden vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung mit dem Staatspreis zur Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch ausgezeichnet.

Mit dem Staatspreis zur Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch zeichnet das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus, die dazu beitragen Tierversuche zu vermeiden, ihre Zahl zu verringern oder die Bedingungen für die gehaltenen und in Versuchen eingesetzten Tiere zu verbessern (nach dem 3R Prinzip „Replace, Reduce, Refine“).

Eva Ingeborg Reihs und Mario Rothbauer (beide Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie) erhalten den Staatspreis für Ersatzmethoden zum Tierversuch für ihre wissenschaftliche Arbeit, die sie gemeinsam mit Kollaborationspartner:innen unter dem Titel „An Animal-Free Patient-Derived Tissue-Mimetic Biochip Model of the Human Synovial Membrane for Human-Relevant Osteoarthritis Research“ im wissenschaftlichen Journal Advanced Healthcare Materials 2025 veröffentlicht haben.

Als Alternative zu Tiermodellen haben die Preisträgerin und der Preisträger in ihrer Forschungsarbeit ein neuartiges vollständig humanbasiertes, tierproduktfreies Biochip-Modell für die Arthroseforschung entwickelt und verwendet. Mit diesem Modell können unter Verwendung menschlicher Zellen altersbedingte strukturelle und entzündliche Prozesse der Gelenkshaut (Synovialmembran) dargestellt und untersucht werden. Durch diese wissenschaftlichen Errungenschaften können zukünftig nicht nur neue Behandlungsstrategien für Patientinnen und Patienten entwickelt, sondern auch Versuche an Tieren ersetzt werden.

Die internationale Fachjury, die die für den Staatspreis eingereichten Forschungsarbeiten begutachtet hat und die Vergabe empfiehlt, berücksichtigt als Beurteilungskriterium nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz und Innovationskraft, sondern auch die praktische Anwendbarkeit der entwickelten Ersatzmethode. 

Der Staatspreis ist ein Teil eines Maßnahmenpakets, das das BMFWF zum Thema Ersatzmethoden zum Tierversuch umsetzt. Die weiteren Elemente sind die Förderung von Ersatzmethodenprojekten in enger Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsfonds FWF sowie die Förderung eines nationalen 3R-Zentrums, das die Implementierung der 3R in der Forschung vorantreibt.
 

Publikation:
E. I.Reihs, A.Stoegner, M. G.Vasconez Martínez, et al. “An Animal-Free Patient-Derived Tissue-Mimetic Biochip Model of the Human Synovial Membrane for Human-Relevant Osteoarthritis Research.” Adv. Healthcare Mater.14, no. 23 (2025): 2404799. https://doi.org/10.1002/adhm.202404799