Studienziel
Die Sicherheit der Patient:innen zu erhöhen ist eines der wesentlichen Ziele in der Gesundheitsversorgung und zielt darauf ab, Schäden zu verhindern und das Wohlbefinden von Personen zu fördern, die eine medizinische Versorgung erhalten. Der Universitätslehrgang für „Patient:innensicherheit im Gesundheitswesen – Master of Science (Continuing Education“ (im Folgenden abgekürzt mit „ULG PS“) soll Fachkräften des Gesundheitswesens die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, um künftig die höchsten Standards der Patient:innenensicherheit zu gewährleisten. Der „ULG PS“ gibt den Studierenden das grundlegende Verständnis, sowie die notwendigen Instrumente zur Identifikation, zur Analyse und zur Bewertung von Prozessen, die für die Sicherheit der Patient:innen in allen Bereichen des Gesundheitswesens relevant sind. Durch die Förderung einer Sicherheitskultur, die Vermeidung von medizinischen Fehlern, das Eintreten für Patient:innenrechte und die Auseinandersetzung mit neuen Herausforderungen werden die Absolvent:innen des „ULG PS“ künftig eine entscheidende Rolle im Gesundheitswesen spielen, in dem sie sich für eine sichere und qualitativ hochwertige Versorgung von Menschen in Not einsetzen. Der „ULG PS“ wird sowohl für die Wissenschaft als auch für die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt aufgrund folgender Punkte wertvolle Dienste leisten:
Absolvent:innen des Universitätslehrgangs für Patient:innensicherheit im Gesundheitswesen (ULG PS (AE)) erhalten die Befähigung das bestehende Gesundheitssystem zu verstehen, Behandlungspfade, Keyplayer und Schnittstellen zu identifizieren und Veränderungsprozesse zur kontinuierlichen Qualitätssicherung im Sinne der Sicherheit der Patient:innen umzusetzen. Das Ziel des ULG PS (AE) ist es, Personen im Sozial- und Gesundheitswesen (Gesundheitspflegepersonen, Medizinisch-technische Assistent:innen, Hebammen,...) zu qualifizieren und Fragen der Patient:innensicherheit voranzutreiben. Der ULG PS (AE) gibt den Studierenden das grundlegende Verständnis, sowie die notwendigen Instrumente zur Identifikation, zur Analyse und zur Bewertung von Prozessen, die für die Sicherheit der Patient:innen relevant sind. Der ULG PS wird sowohl für die Wissenschaft als auch für die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt aufgrund folgender Punkte wertvolle Dienste leisten:
- Förderung einer Kultur der Sicherheit: Der ULG PS fördert die Etablierung einer Sicherheitskultur in Gesundheitseinrichtungen. Die Studierenden erlernen, wie wichtig eine effektive Kommunikation, Teamarbeit und Fehlermeldesysteme sind. Dieses Wissen versetzt sie in die Lage, künftig aktiv an der Schaffung eines sicheren und offenen Umfelds mitzuwirken, in dem die Leistungserbringer:in im Gesundheitswesen zusammenarbeiten, aus Fehlern lernen und sich kontinuierlich um die Verbesserung der Patient:innenversorgung bemühen.
- Eintreten für die Rechte der Patient:innen: Der ULG PS vermittelt den Studierenden ein Verständnis für die Bedeutung von Patient:innenrechten und Autonomie. Die Studierenden lernen ethische Überlegungen, patient:innenorientierte Pflege und die Bedeutung der informierten Zustimmung kennen. Dieses Wissen befähigt die Fachkräfte im Gesundheitswesen, sich für die Patient:innen einzusetzen, ihre Entscheidungen zu respektieren und ihre Sicherheit zu gewährleisten.
- Verhinderung von Infektionen: Infektionen im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen stellen eine erhebliche Bedrohung für die Patient:innensicherheit dar. Im ULG PS erlernen Studierende Maßnahmen zur Infektionskontrolle, angemessene Hygienepraktiken und Strategien zur Verhinderung der Ausbreitung von Infektionen. Damit sollen sie in die Lage versetzt werden künftig in ihren Wirkungsbereichen das Auftreten von therapieassoziierten Infektionen zu minimieren und so Patient:innen vor unnötigem Schaden zu bewahren.
- Förderung von evidenzbasierten Praktiken: Im ULG PS wird der Schwerpunkt auf die Anwendung evidenzbasierter Praktiken gelegt, um Risiken zu minimieren und eine optimale Patient:innenversorgung zu gewährleisten. Die Studierenden lernen die neuesten Forschungsergebnisse, Leitlinien und bewährten Verfahren im Bereich der Patient:innensicherheit kennen, so dass sie fundierte Entscheidungen treffen und eine evidenzbasierte Medizin / Pflege anbieten können. Indem sie dieses Wissen in ihre Praxis integrieren, tragen die Fachkräfte des Gesundheitswesens künftig dazu bei, die Patient:innensicherheit in den Gesundheitssystemen voranzutreiben.
- Senkung der Kosten im Gesundheitswesen: Medizinische Fehler und unerwünschte Ereignisse schaden nicht nur den Patient:innen, sondern führen auch zu höheren Kosten im Gesundheitswesen. Durch die Ausbildung von Angehörigen der Gesundheitsberufe in Strategien der Patient*innensicherheit trägt der ULG PS dazu bei, die finanzielle Belastung die aus vermeidbaren medizinischen Fehlern, Rechtsstreitigkeiten oder längeren Krankenhausaufenthalten erwachsen zu verringern.
Qualifikationsprofil
Der Universitätslehrgang vermittelt eine vertiefte, wissenschaftlich und methodisch hochwertige, auf dauerhaftes Wissen ausgerichtete Bildung, welche die Absolvent:innen für eine Weiterqualifizierung und für eine Beschäftigung in beispielsweise folgenden Tätigkeitsbereichen befähigt und international konkurrenzfähig macht:
- Führungsaufgaben im Bereich des Gesundheitswesens
- Qualitätsmanagement
- Risikomanagement
Auf Grund der beruflichen Anforderungen werden im Universitätslehrgang Qualifikationen in den folgenden Kategorien vermittelt:
- Der:Die Absolvent:in verfügt über Kenntnisse das bestehende Gesundheitssystem und die rechtlichen Grundlagen zu verstehen
- Der:Die Absolvent:in ist in der Lage, Behandlungspfade, Keyplayer und Schnittstellen im Gesundheitswesen zu identifizieren
- Der:Die Absolvent:in verfügt über die Kompetenz, Veränderungsprozesse zur kontinuierlichen Qualitätssicherung im Sinne der Sicherheit der Patient:innen umzusetzen
- Der:Die Absolvent:in denkt und agiert ganzheitlich und interdisziplinär. Es können kreative Lösungswege vorgeschlagen und diese mit den erworbenen analytischen Fähigkeiten fachlich bewertet werden.
- Der:Die Absolvent:in erwirbt Kompetenzen im Bereich Diversity in der Medizin und Gender-Medizin und ist befähigt, den Zusammenhang zwischen den Kerndimensionen der Diversität (sozioökonomischer Status, Ethnie/Herkunft, Lebensalter, Behinderung, sexuelle Orientierung, Geschlecht, Weltanschauung/Religion) und dem Gesundheitszustand einzuschätzen (bezogen auf den Fachbereich des jeweiligen Curriculums).
- Der:Die Absolvent:in kann mit Patient:innen unabhängig von deren sozioökonomischem und kulturellen Hintergrund, Geschlechtsidentität, Lebensalter, Generation, Hautfarbe, Aussehen/Erscheinungsbild, physischen und psychischen Fähigkeiten, sexueller Orientierung, Weltanschauung und Religion respektvoll umgehen und kommunizieren.