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April 2014 | Matthias Hoke

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Priv.-Doz. Dr. Matthias Hoke

Matthias Hoke

Researcher of the Month, April 2014

Die Jury „Researcher of the Month” verleiht die Auszeichnung für diesen Monat Herrn PD Dr. Matthias Hoke aus Anlass der im Top-Journal “Circulation: Cardiovascular Interventions” (IF 6.54) erschienenen Publikation “A validated risk score to predict outcomes after carotid stenting.” [1]. Diese Arbeit wurde im September 2013 im Rahmen der angiologischen Dreiländertagung in Graz mit dem 10.000 Euro dotierten Förderpreis der deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) ausgezeichnet. Die prämierte Publikation entstand in enger Kooperation mit Assoc. Prof. PD. Dr. Alexander Niessner (Univ. Klinik f. Innere Medizin II/ Kardiologie) sowie der kardiologischen Abteilung des AKH Linz.

Entwicklung eines vereinfachten Vorhersagemodells zur Risikoab-schätzung der Gesamtmortalität im Rahmen der Langzeitprognose nach Carotis Stenting
Das Auftreten von  perinterventionellen Komplikationen bei Patienten mit Stenting der Arteria carotis interna wurde bis dato hinlänglich untersucht und dokumentiert. Im Gegensatz dazu ist die Datenlage bezüglich der Langzeitprognose nach endovaskulärer Carotissanierung noch als unvollständig einzustufen. Ziel vorliegender Studie war es, klinisch bedeutsame und leicht reproduzierbare Prädiktoren für das Gesamtüberleben nach Carotis-Stenting  zu identifizieren und einen Risikoscore zu etablieren, welcher anhand einer unabhängigen, zweiten Kohorte validiert wurde. Folgende Parameter wurden als die Aussagekräftigsten hinsichtlich der Mortalität identifiziert: Alter, Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus, Leukozytenzahl, Prothrombin-Zeit, periphere arterielle Verschlusskrankheit und das Vorliegen eines kontralateralen Carotis-Verschlusses. Für die optimale klinische Handhabung wurde ein vereinfachtes Vorhersagemodell (Punktesystem) entwickelt. Anhand dieses konnte eine gute Risikoabschätzung (von sehr niedrig bis sehr hoch) kalkuliert werden. Das Risiko bezüglich der Gesamtmortalität lag in der Herkunftskohorte zwischen 8% (bei einem Punktewert von 1) und 93% (bei einem Höchstpunktewert von 7), P<0.001. Dieses vereinfachte Model konnte in der Validierungskohorte bestätigt werden.

Hochrisikopatienten können mit diesem Score identifiziert, und entsprechende präventive Maßnahmen eingeleitet werden.

Wissenschaftliches Umfeld
Die wissenschaftliche Laufbahn von PD Dr. Matthias Hoke begann im Jahr 2003 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe von ao. Univ. Prof. Dr. Kyrle und ao. Univ. Prof. Dr. Eichinger an der klinischen Abteilung Hämatologie- Hämostaseologie der Univ. Klinik für Innere Medizin I der MedUni Wien. Dort befasste er sich mit der Identifizierung von Risikofaktoren für rezidivierende venöse Thromboembolien bzw. mit der Bedeutung von niedermolekularem Heparin in der Schwangerschaft [2,3]. Während eines einjährigen Aufenthalts an der Univ. Klinik für Strahlentherapie (Leitung O. Univ. Prof. Dr. Pötter), befasste er sich wissenschaftlich mit der Gerinnungsaktivierung bei  Hirntumoren.  Im Jahr 2007 wechselte er an die klinische Abteilung für Angiologie der Univ. Klinik für Innere Medizin II (Leitung Univ. Prof. Dr. Koppensteiner). Hier betreute und evaluierte er unter dem Mentoring von ao. Univ. Prof. Dr. Schillinger die international bekannte ICARAS Studie (Inflammation and carotid artery – Risk for artherosclerosis study ) [4-6]. ICARAS (Konzept ao. Univ. Prof. Minar) wurde und wird auch unter einem translationalen Aspekt und in enger  Kooperation mit O. Univ. Prof. Prof. Dr. Wagner und  Frau Univ. Prof. Dr. Mannhalter (beide klinische Abteilung für Medizinisch-chemische Labordiagnostik) durchgeführt [7,8].

Persönliches

Herr PD Dr. Matthias Hoke wurde 1979 in Klagenfurt geboren und maturierte 1997 mit Auszeichnung in Wien. Es folgte das Medizinstudium an der Universität Wien, das er 2003 nach 11 Semestern abschloss. Die Facharztausbildung für Innere Medizin absolvierte er an der Univ. Klinik für Innere Medizin I, der Univ. Klinik für Strahlentherapie, in Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbunds und an der Univ. Klinik für Innere Medizin II, wo er 2012 die Facharztausbildung abschloss. Die Habilitation erfolgte im selben Jahr über das Thema: “Atherosclerosis and Clinical Outcome: Prognostic Factors in Patients with Carotid Stenosis”. Das Additivfacharztdekret für Angiologie wurde ihm im Jahr 2014 verliehen. Er ist derzeit Leiter der Spezialambulanz für Vasculitiden der Großen Gefäße an der klinischen Abteilung für Angiologie. PD Dr. Hoke hält regelmäßig Vorträge bei nationalen und internationalen Kongressen und ist außerdem Träger mehrerer Auszeichnungen und Preise (u.a. Leistungsstipendium der Universität Wien, Best Abstract Angiologische Dreiländertagung 2010, Best Abstract VASCMED 2012). 

PD Dr. Matthias Hoke ist verheiratet und lebt in Brunn am Gebirge bei Wien.

Referenzen

  1. Hoke M, Ljubuncic E, Steinwender C, Huber K, Minar E, Koppensteiner R, Leisch F, Dick P, Kerschner K, Schillinger M, Hofmann R, Niessner A.A validated risk score to predict outcomes after carotid stenting.Circ Cardiovasc Interv. 2012 Dec 1;5(6):841-9.
  2. Hoke M, Kyrle PA, Minar E, Bialonzcyk C, Hirschl M, Schneider B, Kollars M, Weltermann A, Eichinger S. Tissue factor pathway inhibitor and the risk of recurrent venous thromboembolism. Thromb Haemost. 2005 Oct;94(4):787-90.
  3. Hoke M, Kyrle PA, Philipp K, Pabinger I, Kaider A, Schönauer V, Quehenberger P, Eichinger S.Prospective evaluation of coagulation activation in pregnant women receiving low-molecular weight heparin. Thromb Haemost. 2004 May;91(5):935-40.
  4. Hoke M, Amighi J, Mlekusch W, Schlager O, Exner M, Sabeti S, Dick P, Koppensteiner R, Minar E, Rumpold H, Wagner O, Schillinger M.Cystatin C and the risk for cardiovascular events in patients with asymptomatic carotid atherosclerosis. Stroke. 2010 Apr;41(4):674-9.
  5. Hoke M, Schillinger M, Zorn G, Wonnerth A, Amighi J, Mlekusch W, Speidl W, Maurer G, Koppensteiner R, Minar E, Wojta J, Niessner A The prognostic impact of sFAS on mortality in patients with carotid atherosclerosis. Stroke. 2011 Sep;42(9):2465-70.
  6. Mayer FJ, Gruenberger D, Schillinger M, Mannhalter C, Minar E, Koppensteiner R, Arbesú I, Niessner A, Hoke M. Prognostic value of neutrophils in patients with asymptomatic carotid artery disease. Atherosclerosis. 2013 Dec;231(2):274-80.
  7. Hoke M, Speidl W, Schillinger M, Minar E, Zehetmayer S, Schönherr M, Wagner O, Mannhalter C. Polymorphism of the complement 5 gene and cardiovascular outcome in patients with atherosclerosis. Eur J Clin Invest. 2012 Sep;42(9):921-6.
  8. Hoke M, Schillinger M, Dick P, Exner M, Koppensteiner R, Minar E, Mlekusch W, Schlager O, Wagner O, Mannhalter C. Polymorphism of the palladin gene and cardiovascular outcome in patients with atherosclerosis. Eur J Clin Invest. 2011 Apr;41(4):365-71.

Kontakt
Priv.-Doz. Dr. Matthias Hoke
Universitätsklinik für Innere Medizin II
Klinische Abteilung für Angiologie
Medizinische Universität Wien
Währinger Gürtel 18-20

1090 Wien